Krankenhausgeburten

Eine imaginäre Zeugung im Krankenhaus

„Hauptsache Gesund“. Nö, finde ich nicht. Besser: Gesund, und schöne Geburt. Wer „Hauptsache Gesund“ sagt, könnte ja auch die Zeugung direkt ins Krankenhaus verlegen. Da ist es schließlich sicherer.

Guten Tag, Herr Müller und Frau Maier. Sie wollen also bald Eltern werden. Wie schön, dass Sie sich für unsere Klinik entschieden haben, um ihr Kind zu zeugen! Nach dem Vorgespräch haben wir ja Ihre wichtigsten Daten schonmal gesammelt. Dann gehen Sie doch jetzt erstmal in den Vorbereitungsraum. Zum Akt gehen Sie dann später in den Begattungsraum.

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Melanie: Jubel, Trubel — Lasst mich doch einfach in Ruhe machen!

Melanies zweite Geburt sollte ganz anders verlaufen, als ihre erste. Aus der geplanten Kuschel-Hausgeburt wurde eine Frühgeburt im Krankenhaus, die sie dank viel Selbstbewusstsein gegen die Krankenhausroutine stark gemeistert hat! Sie hat mir erlaubt, ihren Blogbeitrag, der ursprünglich hier erschien, auch auf diesem Blog zu veröffentlichen. Auf ihrer Seite https://herzenswege.blog schreibt sie über das Leben mit 2 Kindern, über ihre Familienbetreuung, Artgerecht-Coaching und vieles mehr. Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall!

 

Vorbereitung

In über 200 Tagen Vorbereitung hatte ich mir so viele Gedanken darüber gemacht, wie meine Wunschgeburt aussehen soll. Hatte einen Hypnobirthing-Kurs besucht, sehr viel Selbstfürsorge geübt und den finalen Plan einer kuscheligen Hausgeburt mit Pool vor dem Kamin, gemütlichem Wochenbett, vorgekochtem Essen und viel Zeit für die Familie um sich kennen zu lernen geschmiedet. Im Februar dachte ich dabei noch an Morgennebel und Raureif. Dass wir im Oktober noch fast 30 Grad haben würden, konnte keiner ahnen.

Soweit der Plan, dann kam das Leben dazwischen.

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McKayla: (1/2) Believe, but to faith in painless birth

McKayla writes about her dream of painless birth, and why it did not work out for her first baby.

First things first, I want you to understand that my pain free childbirth is something that I worked for, HARD! I devoted time into making this a reality for me, and the first time it didn’t happen the way I wanted, which was disheartening and something I had to add to the list of things I needed to overcome. For my benefit, my first experience did give me strength, wisdom, and a beautiful little girl in which I am extremely thankful for. So here is a little bit of background on my first birth.

 

My little girl was a mostly natural delivery in a hospital with a midwife. I went two weeks past my due date, and was scheduled for an induction which I did not want. I knew that induction would make the experience worse; I knew that pitocin would cause my contractions to be hard and forceful. I was so afraid of the induction. I did everything in my power to delay the induction.

The morning of the induction I arrived at the hospital at 6am, from there, I told my midwives I didn’t want to start with pitocin. That if they were going to induce, then I wanted my water broken first. Well, they didn’t like that so much. The midwife I was working with walked away to deliberate on how to deal with me. Side note: I’m a very stubborn woman, when I get something in my head I stick to my guns until the last minute.

Foley Catheter

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„Ich hätte einfach bei den ersten drei Wehen jemanden gebraucht, der mich anleitet!“

Wehentropf ohne Betreuung — ein Beispiel für unvollendete medizinische Eingriffe.

Neulich im Gespräch mit einer Bekannten: „Klar, ich war doch im Yoga-Kurs und im Geburtsvorbereitungskurs. In beiden haben wir Wehen veratmen geübt. Ich hab gedacht, ich bin vorbereitet. Und dann war ich da im Wehenzimmer, weil die Kreißsääle ja alle dicht waren, und es wurde mithilfe von Oxytocin eingeleitet, und BÄÄM — dann kamen die ersten Wehen! Sie waren mega-stark und ich konnte nicht damit umgehen. Ich bin total verzweifelt. Es dauerte total lange, bis mal jemand kam. Ich war echt überfordert!“

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Geschwisterbetreuung während der Geburt: Teil 1: Allgemeines

Egal, wo und wie du deine Geburt planst — wenn ältere Geschwister im Haushalt leben, ergibt sich automatisch die Frage, wo diese während der Geburt des nächsten Kindes untergebracht und versorgt werden können. In dieser Serie möchte ich einige Denkanstöße hierzu liefern.

Du liest Teil 1: Allgemeines. Teil 2 (Krankenhausgeburten), Teil 3 (Geburtshausgeburten) und Teil 4 (Hausgeburten) folgen bald.

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Jeanne (2/2): Mademoiselle kam schnell

Jeanne erzählt hier von ihrer 2. Geburt. Die Geschichte ihrer ersten Geburt findest du hier.  Sie kommt zu dem Fazit, dass sie gerne eine bekannte Hebamme gehabt hätte, aber heilfroh war, dass ihre Tochter im Krankenhaus zur Welt kam. Schade, dass sie keine Möglichkeit hatte, eine Beleghebamme zu engagieren — und wie schön, dass sie trotzdem die Geburt keineswegs als traumatisch empfand.

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Jeanne (1/2): Moinsieur kam zu früh

Jeanne erzählt von der Geburt ihres Sohnes: Er kam so gerade eben als Frühchen mit Rückenwehen und einer Kopfschmerz-PDA zur Welt.

Frühchen ohne Komplikationen
Monsieur wurde bei 36+5 geboren. Gerade noch ein Frühchen, aber er konnte schon ohne irgendwelche Maßnahmen ins Leben starten und deswegen dachte ich: Ach Quark Frühchen, die haben sich verrechnet. Mit 50 cm und 3100g wirkte er auch wie ein normales Baby. Erst  im Vergleich zu seiner Schwester (Link folgt) denke ich, dass da doch was dran ist. Monsieur hat viel geschlafen oder geweint. Das Nervensystem war noch nicht ganz ausgereift und er musste ja noch 5 cm und 500g zulegen bis er auf ihrem Startgewicht und Größe war.

Nun gut, jetzt mal zur eigentlichen Geschichte.

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Katharina: Übermut tut selten gut

Die Schwangerschaft

Ich war 24, als ich mit meinem ersten Kind schwanger war. Studierte, arbeitete, lebte in der Großstadt, war ständig auf den Beinen — Reiten vor der Uni, nach der Uni zur Arbeit, abends zum Tanzen. Mit dem Schlaf kam ich irgendwie aus. Mein Herzallerliebster und ich fühlten uns pudelwohl, und entschieden in dieser Situation ganz bewusst, dass wir miteinander Eltern werden wollten. Für mich war er derjenige, von dem ich überzeugt war: Er wird ein guter Vater sein, und seiner Rolle als Partner, Vater und Freund gerecht werden.

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Dorine: Das Drehbuch perfekt umgesetzt

 

Dorine erzählt von der Geburt Ihres dritten Kindes; von einem hilfreichen Mann, innerer Gelassenheit, der hilfsbereiten Oma und einer gut-gelaunten Hebamme. Ich finde vor allem toll, dass Dorine sich nicht aus ihrer inneren Mitte hat bringen lassen, als ihr doch unbedingt ein Zugang gelegt werden sollte. Sie erzählt auch von ihrer Aroma-Meditation und von Gemütlichkeit im Wochenbett. Und sie fasst zusammen: Das Geburtsdrehbuch ist fast komplett umgesetzt worden!

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