Haushaltshilfe von der Krankenkasse

Dieser Beitrag ist Teil der Serie „Hilfe nach der Geburt“ 

Nach der Geburt hast du vermutlich andere Prioritäten, als dich um den Haushalt zu kümmern. Das sollte aus meiner Sicht auch so sein. Dennoch ist es fast immer so, dass der Haushalt irgendwie gemacht werden muss. Manchmal kann das der Vater machen (Link folgt), falls er Elternzeit hat. Manchmal können auch Bekannte oder andere Familienmitglieder helfen. Manchmal steht aber all das nicht zur Verfügung. Besonders fällt das ins Gewicht, wenn es noch ältere Geschwisterkinder gibt, die zu Hause weiter „leben“ — ergo Haushaltsarbeit produzieren.

Es gibt die Möglichkeit, dir vor der Krankenkasse eine Haushaltshilfe bezahlen zu lassen. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder nimmt dein*e Partner*in unbezahlten Urlaub und wird dann von der Krankenkasse als Haushaltshilfe bezahlt. Oder du engagierst eine professionelle Haushaltshilfe.

Für welche Variante du dich auch entscheidest: Wichtig ist, dass du eine Empfehlung aus dem Krankenhaus bzw. deine*r Gynäkolog*in hast — die meisten Krankenkassen haben dafür ein Formular, das du telefonisch oder in der Geschäftsstelle anfordern kannst.

Die Haushaltshilfe wird gewährt, falls du vorher die Person warst, die den Haushalt führte, und dazu nach der Geburt voraussichtlich nicht in der Lage sein wirst — egal, ob nach einem Kaiserschnitt oder einer Hausgeburt. Wenn du also 40 Stunden arbeitest und dein*e Partner*in ohne Job für den Haushalt sorgte, hast du schlechte Karten, dass die eine Haushaltshilfe gewährt wird.

Hast du selber Erfahrungen mit der Haushaltshilfe über eine Krankenkasse? Teile sie gerne in einem Kommentar mit mir!

(Dieser Beitrag bezieht sich auf die Situation in Deutschland. Falls du weißt, wie das in anderen Ländern gehandhabt wird, lass es mich in einem Kommentar wissen!)