Sabrina: Die innere Stimme warnte vor den Bauchschmerzen

Sabrina erzählt, wie sie in der Schwangerschaft ihrem Gefühl statt der Meinung der sie umgebenden Menschen vertraute — und wie ihr das wohl das Leben bei einem Blinddarmvorfall rettete. Haarscharf kam sie außerdem an einem Not-Kaiserschnitt vorbei.

 

Meine erste Schwangerschaft verlief bis zur 17. Schwangerschaftswoche eigentlich toll, bis ich über ständige Bauchschmerzen klagte. Jeder meinte, „das ist doch normal, du bist schwanger, das ist halt mal so, da brauchst du nicht herumzuzicken!!“

Doch ich spürte, dass es nicht nur Bauchschmerzen waren. Eines morgens konnte ich nicht mehr vor Schmerzen; mein Mann war in der Arbeit, und sonst war keiner da. Ich setzte mich ins Auto und fuhr ins Krankenhaus.

Als ich endlich dort ankam, ging ich auf die Chirurgische und meldete mich an. Ich muss sagen, dass ich gleich zur Untersuchung dran kam; „endlich“, dachte ich mir. Vom Untersuchungszimmer kam ich dann sofort in den OP: Verdacht auf Blinddarm.

Als ich nach der Operation aufwachte, sagte man mir, 10 Minuten später, und wir wären an einem Durchbruch gestorben. Ja ja von wegen nur Bauchschmerzen, dachte ich mir. Keiner hat sich entschuldigt, bis auf meine Schwiegermutter und mein Mann.

Na ja, und wie es so kommen musste, lag ich in der 22 Schwangerschaftswoche so auf der Couch und mir war nicht ganz wohl; wieder solche Schmerzen im Bauch- und Nierenbereich. Innerhalb kurzer Zeit bekam ich Fieber und Schüttelfrost.

Mein Mann war in der Arbeit, aber zum Glück war mein Schwiegervater gerade zu Besuch. Ich schrie ihn an und er meinte nur, „was ist los, soll ich die Rettung rufen??“ Ich sagte nur: „Ja, schnell!“

Ich bekam noch mit, dass mich die Sanitäter in den Rettungswagen brachten und mit Blaulicht weg fuhren. Dann würde ich bewusstlos; als ich wieder aufwachte, stand ich mit meinem Bett in einer so Art Wartehalle, meine Schwiegermutter saß weinend neben mir und hielt meine Hand.

Ich weiß noch, als ich sie so weinend sah, befürchtete ich das Schlimmste. Ich sah runter auf meinen Bauch, und war erleichtert. Später erfuhr ich, dass ich einen Nierenstau hatte und sie mich schon aufgegeben hatten; ich stand da im Wartebereich, um in die Frauenklinik überstellt zu werden, sie wollten meinen Sohn Merlin schon holen. Er brauchte dann aber doch nicht geholt werden.

Und weil alle guten Dinge 3 sind, ließ sich Merlin dann auch noch so Zeit, dass ich ganze 39 Stunden in den Wehen lag, bis sich gnädiger Herr entschloss, das Licht der Welt zu erblicken. 

Jeder meinte, dass ich sicher keine Kinder mehr bekommen würde, nach so einer Schwangerschaft, aber ich sagte, alle guten Dinge sind 3. Alles wird gut. So wurde ich zwei Jahre später mit Luna schwanger; die Schwangerschaft verlief ohne Komplikationen. Und die dritte Schwangerschaft, die mit Kenzo, auch!

Ich bin froh, auf mein Herz gehört zu haben, und nicht auf alle anderen. Ich würde es nie anders machen, und ich bin so dankbar über meine 3 Monster 🙂