Miriams Geburt in der Regentonne

Miriam beschreibt in ihrem Video, das du dir hier ansehen kannst, ihre Geburt in einer Regentonne im heimischen Wohnzimmer.

Sie erzählt vom „Badewannentest“ — gehen die Wehen weg, war es noch nicht der Beginn der Geburt; bleiben sie, geht die Geburt los. Sie blieben.

Sie erzählt von ihrer Doula und ihrer Hebamme, von ihrem Mann, von der Zusammenarbeit der drei.

Und sie erzählt davon, wie sich alle im Hintergrund hielten, wie ihre Wünsche ernst genommen wurden, wie mit möglichst wenig Eingriffen von Außen sie diejenige war, die im Mittelpunkt stand.

Tja, da platzt dann die Fruchtblase auch schon mal über der Kloschüssel, da wird das Kind zurechtgewiesen: „Ich habe jetzt keine Lust mehr auf das Spiel, komm raus“.

Für mich zeigt Miriams Geburtsbericht, dass Geburt körperlich anstrengend ist — wie so viele schöne Dinge im Leben. Er zeigt auch, dass Hebammen und Doulas zusammenarbeiten sollten, statt sich gegenseitig „die Jobs wegzunehmen“. Und er zeigt, wozu Frauen in der Lage sind, wenn sie die Geburt als ihre Aufgabe, und auch als ihre Belohnung annehmen.