Sylvia 3/3: Vanessa: aller guten Dinge sind drei

Dies ist die Geschichte von Sylvias 3. Geburt.
Über ihre erste und zweite Geburt kannst du hier lesen:
Sylvia: 1/3: Angelika: Erstmal putzen
Sylvia 2/3: Nadine: Die körpereigene Geburtsvorbereitung

 

Samstag, 16.12.2005 – mein Mann und ich saßen abends um 23 Uhr beim Fernsehen – und dann hat sich Vanessa mit einer Schmierblutung angekündigt.

Da ja meine vorhergehenden Geburten relativ schnell von statten gingen, fuhren wir ins Krankenhaus.

Dort war natürlich alles ruhig. Die Krankenschwester war eine ganz Liebe. Nach der Erstuntersuchung behielt sie mich sicherheitshalber im Kreißzimmer.

Meine Wehen spürte ich wieder mal Richtung Po – ich kannte nicht das Gefühl eines „harten“ Bauchs durch die Wehen.

Mein Mann war durch die Arbeit des Tages sehr müde und gegen 3 Uhr morgens setzte er sich auf den Entspannungssessel – und schlief prompt ein.

Also verbrachte ich einige Zeit gehend im Gespräch mit der Hebamme, die mich sogar kurze Zeit am Rücken massierte.

Natürlich hatte sie auch anderes zu tun, sodass ich ca 1,5 Stunden „alleine“ – mein Mann schlief ja bestens – im Kreißzimmer umher ging. Die Wehen ließen sich so besser aushalten. Es hat es mich gar nicht gestört, dass ich alleine war: Hab mich doch wohl gefühlt, zumal ich für mich ganz sicher wusste, dass alles schnell und vollkommen ok ablaufen wird.

Na ja, gegen 5 Uhr morgens ging es dann schon ganz schön ab mit den Wehen – und dieses Mal massierte mein Mann ein bisschen.

Nach kurzer Zeit liegend am Bett ging die Geburt wieder einmal ziemlich schnell von statten – einige wenige Presswehen – und meine 3. vollkommene Tochter erblickte das Licht dieser Welt: da lag ein winziger Mensch auf meinem Bauch. Perfekt. Bei der Geburt selber war schon eine Ärztin anwesend die sehr nett war, aber wenig zu tun hatte, bis auf das erneute Nähen eines Dammrisses.

Aber was soll`s – ich war glücklich – und bin es heute noch.

Ich hatte bei allen meinen 3 Mädels die Möglichkeit und Unterstützung seitens des Krankenhauses beziehungsweise der Hebamme, mich bewegen zu dürfen – na ja, halt bis fast zum Schluss. Ich verstand es ja auch, dass die Kontrolle der Lebensfunktionen des Babies wichtig ist. Und ich möchte auch anmerken, dass die Ärzte/in auf jeden Fall so „neutral“ waren, dass ich sie so akzeptierte, wie es halt sein musste. Ich persönlich fühlte mich – und für meine Liebsten – auch nicht  wirklich eingeschränkt oder gestört.

Mit Vanessa, es war ja ein Samstagmorgen, blieb ich bis Sonntag ca 14 Uhr. Erstens wollte ich zu meinen beiden „großen“ Mädels nach Hause, zweitens wollte ich einfach aus dem Krankenhaus nach Hause und drittens wusste ich auch schon einiges, was auf mich zukommt. Es war echt schön, dass ich nach Hause durfte.

Das Einzig nachteilige  war, dass meine Schwiegereltern warteten, mich zuhause zu besuchen und mich mein Mann daher im Krankenhaus zur Eile antrieb. Ein bisschen nervte das, doch ich und meine Vanessa nahmen uns die Zeit, die wir brauchten.

Heute weiß ich, dass ich mich auf keinen Fall mehr irgendwie stressen lassen würde.

Mittlerweile ist Angelika 23 Jahre jung, Nadine 16 Jahre jung und Vanessa auch schon 12 Jahre jung.

Es ist wunderschön – manchmal anstrengend – „meine“ Mädels beim Wachsen, Er-wach-en und Lernen zu unterstützen wo immer ich kann.

 Ich empfehle, jeder Frau das Wunder einer Geburt zu erleben – einzigartig und emotional herzerweiternd.

Es ist sooo wunderbar, das Erlebnis einer Geburt und Zur-Welt-Bringen eines vollkommenen Menschens  erleben zu dürfen. Und ich durfte dieses Ereignis sogar drei mal erleben!