Corona & Geburt: Gebären im Ausnahmezustand

Corona und Geburt

Lange hab ich überlegt, ob ich etwas zur aktuellen Situation schreibe. Warum ich mich anfangs gesträubt habe, erkläre ich am Ende des Beitrags noch. Erstmal möchte ich gerne darauf eingehen, wie die aktuelle Lage ist und was du tun kannst, wenn du in Zeiten von Corona kurz vor der Geburt deines Kindes stehst.

[Lesetipp: Linkliste zum Thema Corona und Geburt, die laufend aktualisiert wird]

[Lesetipp: Väter im Kreißsaal trotz Corona – Liste von Krankenhäusern]

Rechtlicher Hinweis: Ich bin keine Ärztin. Ich habe hier Informationen von verschiedenen online-Portalen gesammelt. Welche das jeweils sind, zeigen die Links.

Dieser Beitrag entstand am 16. März 2020. Die Lage rund um Corona ändert sich schnell. Bitte haltet euch selber auf dem Laufenden.

Darf ich trotz Corona eine Hausgeburt haben?

Damit sich das Virus nur langsam verbreitet, ist es sinnvoll, wenn wir alle zu Hause bleiben. Je weniger Menschen im Krankenhaus sind, desto weniger kann es dort verbreitet werden und desto mehr Kapazitäten haben die Krankenhäuser für die wirklichen Kranken.

Soziale Kontakte einzuschränken, ist sinnvoll. Wenn du also gesund bist, steht einer Hausgeburt technisch nichts im Wege. Es könnte zum Problem werden, wenn deine Hebamme sich infiziert oder in Quarantäne muss. Sprich vorher mit ihr, wie euer Plan B aussieht.

Wenn bei dir der Verdacht auf eine Corona-Infektion vorliegt oder du bestätigterweise infiziert bist, raten Ärzte dazu, zur Geburt in eine Klinik zu fahren, damit der Sauerstoffgehalt deines ungeborenen Babys regelmäßig kontrolliert werden kann. [Quelle: BVF]

Dies ist eine Empfehlung. Ich verstehe das so, dass eine Hausgeburt mit Hebammenbetreuung immer noch möglich ist. Eine Infektion ist also kein Grund für die Hebamme, dass ihre Haftpflichtversicherung ausfallen würde.

Darf ich im Geburtshaus gebären?

Wenn du selber mit dem Corona-Virus infiziert bist, gilt für die Geburt die gleiche Empfehlung wie bei Hausgeburten: Der BVF rät zu einer Klinikgeburt. Wie bereits oben beschrieben, sehe ich das als Empfehlung und dadurch nicht als absoluten Ausschlussgrund.

Zusätzlich ist allerdings eine andere Einschätzung wichtig: Gerade, wenn du nicht die einzige Gebärende im Geburtshaus bist, kann es sein, dass du den Virus dort an die anderen Schwangeren überträgst.

Es kann deshalb sein, dass deine Hebammen die Geburt im Geburtshaus ablehnen, wenn du mit dem Virus infiziert bist.

Wenn du selber nicht infiziert bist, kannst du im Geburtshaus gebären. Achte dann darauf, dass du private Transportmittel nutzt, bei denen du weißt, dass von ihnen keine Ansteckungsgefahr ausgeht.

Die Ausbreitung des Virus hat bisher nicht zur grundsätzlichen Schließung aller Geburtshäuser geführt. So heißt es zum Beispiel auf der Seite des Geburtshauses Köln: „Vorsorgen, Geburten und Wochenbettbetreuungen werden wie gewohnt stattfinden!“ (Quelle: Geburtshaus Köln, Info vom 13.3.2020) Lediglich die Kurse und Infoabende wurden abgesagt. Ähnlich halten es auch das Geburtshaus Dortmund, das Geburtshaus Berlin-Charlottenburg und das Geburtshaus Essen.

Das Geburtshaus Hamburg wird noch konkreter: „Wir sind bestrebt, die Geburtshilfe aufrecht zu erhalten. Bei bestätigter Infektion mit Covid-19 können wir jedoch keine Geburtsbegleitung anbieten und folgen so den Empfehlungen der DGGG (deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe).“ (Quelle: Geburtshaus Hamburg)

Manche Geburtshäuser stellen auch komplett auf Hausbesuche um, zum Beispiel die Praxis Bauchgefühl in Halle: „Wegen der Corona-Pandemie haben wir unsere Praxis auf eine Minimalversorgung umgestellt. Um das Risiko einer Übertragung zu minimieren führen wir ausschließlich unbedingt notwendige Hausbesuche und Praxisgespräche/Mutterschaftsvorsorgen durch.“ (Quelle: Geburtshaus Bauchgefühl Halle, zu Geburten steht da nichts.)

Wie sind die gesundheitlichen Gefahren für mein Neugeborenes und für mich?

Die Risikogruppen sind ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen (genauer: Männer sind stärker betroffen als Frauen. Starke Raucher*innen sind besonders gefährdet. Auch Menschen mit chronischen Erkrankungen, gerade im Bereich der Lunge oder Niere, sollten besonders vorsichtig sein. Gleiches gilt für Menschen mit geschwächtem Immunsystem, z.B. nach einer Krebstherapie. (Quelle: Podcast friedliche Geburt: Folge 121 zu Corona und Geburten.)

Hier sind wir auch schon bei einem wichtigen Punkt:

Schwangerschaft ist prinzipiell keine Erkrankung.

Viele Schwangere haben allerdings ein geschwächtes Immunsystem. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission in Deutschland ja auch die Grippe-Impfung für Schwangere. Die Empfehlung gilt jedes Jahr. In diesem Jahr kommt dazu, dass durch die Grippeschutzimpfung verhindert werden soll, dass du dich sowohl mit der Grippe als auch mit Corona infizierst und entsprechend dann so geschwächt bist, dass die Erkrankung durch den Corona-Virus vor der Geburt einen schweren Verlauf nehmen kann.

Ob du für eine Grippeschutzimpfung in Frage kommst, erfährst du hier: Stiko-Empfehlung zur Grippeimpfung für Schwangere

In den allermeisten Fällen werden Schwangere also einen leichten bis mittelschweren Verlauf der Krankheit erleben. Vermutlich wirst du es einfach als normale Erkältung abtun. Natürlich ist es blöd, wenn du dadurch geschwächt bist und nicht mit voller Kraft in die Geburt gehen kannst. Meist ist es aber auch so, dass dein Körper so oder so wartet, bis du wieder gesund bist, und erst dann in den Geburtsmodus schaltet.

Wenn du dich als gesunde Schwangere infizierst, ist das erst mal also kein Problem für dich und das Baby. Allerdings kannst du das Virus dann an andere Menschen übertragen. Das ist wegen der Tröpfcheninfektion sehr wahrscheinlich.

Überträgt sich das Corona-Virus während der Schwangerschaft oder bei der Geburt von der Mutter auf das Kind?

Während der Schwangerschaft überträgt sich das Corona-Virus nicht auf dein ungeborenes Baby.

Ich bin schwanger und wurde positiv auf Corona getestet. Überträgt sich das Virus bei der Geburt von der Mutter auf das Kind?

Nein, bisher gibt es hierfür keine Anzeichen. Nach der Geburt gilt dann allerdings die Regel der Tröpfcheninfektion. Es ist wahrscheinlich, dass du dein Baby dann ansteckst, wenn du es anhustest. Also: Wasch dir die Hände, bevor du dein Baby berührst und achte auf sorgfältige Desinfektion (z.B. für Milchflaschen etc).

Übringens wird davon abgeraten, unter der Geburt Lachgas zu nutzen, wenn du mit dem Corona-Virus infiziert bist. Eine PDA ist dagegen kein Problem. [Quelle: Spiegel]

Was muss ich gegenüber meinem Neugeborenen beachten, wenn ich mit dem Corona-Virus infiziert bin?

Im Krankenhaus wird dein Neugeborenes auf Corona getestet werden. Eine Infektion unter der Geburt muss nicht, kann aber durchaus passieren. Du hustest deinen Mann an, dein Mann fasst das Bett an, die Hebamme fasst das Bett an und dann das Baby… Die Wege des Virus können da sehr individuell sein.

Denn wie bereits geschrieben, gelten die Verbreitungswege der Tröpfcheninfektion — auch für das Wochenbett.

Beim Stillen wird das Virus nicht auf dein Baby übertragen. Im Gegenteil hilft die Muttermilch deinem Baby, seine Abwehrkräfte aufzubauen.

Desinfektion und Achtsamkeit sind gefragt. Schränke deinen Kontakt zur Außenwelt ein. Am besten bleibt das Baby nur bei dir und möglichst wenigen anderen Menschen.

Wann ist bei einer Corona-Infektion ein Kaiserschnitt nötig?

Wenn es keine anderen Gründe für einen Kaiserschnitt gibt, musst du bei einer Corona-Infektion nur dann einen Kaiserschnitt in Betracht ziehen, wenn du schwere Atemprobleme hast. (Quelle: Spiegel)

Darf mein Mann trotz Corona mit in den Kreißsaal?

Prinzipiell spricht nichts dagegen – so lange er sich ebenso an die Hygienemaßnahmen hält. Leider sehen viele Krankenhäuser das anders. Hier sammle ich die offiziellen Statements. Auf dem Hebammenblog (den ich ja so oder so immer empfehle…) schreibt Jana Friedrich in ihrem Update zum Corona-Virus:

Wenn du infiziert bist und Wehen bekommst, melde dich nach Möglichkeit telefonisch im Kreißsaal an. Du wirst dann von einer Hebamme (im Schutzanzug) begrüßt. Du kommst in ein Isolierzimmer und die Hebamme und die diensthabende Gynäkologin bleiben dann bei dir, bis das Kind da ist. Natürlich kannst du auch eine Begleitperson bei dir haben. Aber diese darf den Raum dann auch bis zur Geburt des Kindes nicht mehr verlassen.

Jana Friedrich vom Hebammenblog in ihrem Beitrag Schwangerschaft, Geburt und Stillen in Zeiten des Corona-Virus: https://www.hebammenblog.de/schwangerschaft-geburt-stillen-in-zeiten-des-coronavirus-covid-19/

UPDATE AM 22.3.2020: Mittlerweile hat sich auch der Doula-Verbund Deutschland e.V. hierzu geäußert. In ihrem Positionspapier weisen sie darauf hin, dass Vater und Mutter zu Hause so oder so das gleiche Milieu an Keimen und Viren erlebten und eine Trennung deshalb medizinisch keinen Nutzen bringe. Außerdem macht der Verbund deutlich, dass die Begleitung durch eine Vertrauensperson zum Gelingen der Geburt maßgeblich beitrage.

Ich sammle hier alle offiziellen Statements der Kliniken dazu: Väter im Kreißsaal trotz Corona

Darf ich trotz Corona meine Doula mit ins Krankenhaus bringen?

Es gibt Krankenhäuser, die nur noch eine Begleitperson im Kreißsaal zulassen. Zumindest wird das in verschiedenen Foren immer wieder erzählt.

Das Krankenhaus hat Hausrecht und darf solche Entscheidungen treffen. Ich persönlich bezweifle, dass sie sinnvoll sind, wenn bereits vorher enger Kontakt zwischen Doula und Gebärender bestand.

Wird mir mein Baby im Kreißsaal wegen Corona weggenommen?

Nein. Bisher ist die Studienlage so dünn, dass die allermeisten Wissenschaftler*innen und Ärzt*innen der Meinung sind, dass eine solche Trennung mehr Nachteile als Vorteile bringt. Neugeborene brauchen die Nestwärme der Eltern. Es wurden bei infizierten Frauen Corona-Antikörper in der Muttermilch gefunden. Auch das spricht dafür, die Familien nicht zu trennen, sondern stattdessen das Stillen zu fördern.

Der Berufsverband der Frauenärzte weist darauf hin, dass es sich jeweils um Einzelfallentscheidungen handelt. Eine allgemeingültige Empfehlung kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgesprochen werden.

Grundsätzlich gelten für die Trennung von Mutter und Kind die gleichen Regeln, wie immer: Wenn es dem Baby gut geht, bleibt es bei der Mutter. Nur, falls es medizinisch versorgt werden muss, kommt es auf die Neugeborenenstation.

Ich bin hochschwanger und soll wegen Corona in Quarantäne bleiben. Wie verhalte ich mich?

Wenn du im Krankenhaus gebären willst, solltest du sowohl deine*n Frauenärzt*in als auch die vermutliche Geburtsstation darüber informieren, dass du in Quarantäne bleiben sollst. Gemeinsam wird dann entschieden, wie du vorgehen kannst, falls während deiner Quarantänezeit die Wehen einsetzen.

Deine Vorsorgeuntersuchungen können meist so verschoben werden, dass du sie nach Ende der Quarantäne durchführen lässt. Oder vielleicht kann eine Hebamme die Vorsorgeuntersuchungen während der Corona-Quarantäne bei dir zu Hause durchführen.

Hier ist es wichtig, zu unterscheiden, ob du in Quarantäne bleiben sollst, weil du Kontakt zu einer infizierten Person hattest, selber aber (noch) keine Symptome aufweist, oder ob du erwiesenermaßen erkrankt bist. Im letzteren Fall solltest du besprechen, ob du dein Kind an deinem Wunschgeburtsort gebären kannst, oder ob es Einschränkungen gibt. Wie bereits oben geschrieben sehe ich die größten Probleme bei einer Geburtshausgeburt.

Beachte in jedem Fall die Desinfektionshinweise. Ausführliche Infos hat das Robert-Koch-Institut zusammengestellt: „Hinweise zum ambulanten Management von COVID-19-Verdachtsfällen und leicht erkrankten bestätigten COVID-19-Patienten“ mit dem Stand vom 5.3.2020

Wo finde ich wissenschaftliche Studien zu Corona und Schwangerschaft / Geburt?

Jana vom Hebammenblog hat eine tolle Liste zusammengestellt für alle, die sich auf wissenschaftliche Veröffentlichungen stürzen wollen. Schaut mal hier rein: Janas Beitrag – ganz unten die Liste mit Literaturempfehlungen

Ich habe mich kurzfristig entschieden, lieber zu Hause zu gebären – notfalls alleine. Welche Dinge muss ich beachten?

Prinzipiell ist es jeder Frau rechtlich gestattet, ihr Kind zu Hause zur Welt zu bringen.

Wenn du dich erst kurz vor der Geburt dazu entschließt, kann es allerdings gut sein, dass du keine Hebamme findest, die die Geburt medizinisch betreut.

Eventuell kann dir eine Doula bei den praktischen Vorbereitungen helfen oder dich mental unterstützen. Schau mal in diese Liste für Adressen.

Falls du dich für eine Geburt ohne medizinische Betreuung entscheidest, empfehle ich folgende Bücher. Ach, Blödsinn. Eigentlich empfehle ich diese Bücher fast immer. Egal, ob du zu Hause dein Kind bekommen willst, oder nicht. Es handelt sich um Affiliate-Links.

Wenn du Fragen zur Bürokratie hast, kann dir vielleicht dieser Beitrag helfen: Anmeldung im Standesamt nach freier Geburt

Und schau mal hier rein für Infos zu Wassergeburten zu Hause, der Hebammenrufbereitschaft, einem Gyn-Termin bei 40+3 und Haushaltshilfe von der Krankenkasse

Du brauchst eher ein bisschen Inspiration und gute Gedanken!? Schöne Geschichten von Hausgeburten findest du zum Beispiel hier:

Geburtsvorbereitung ohne Kontakt

Falls du jetzt lieber keinen persönlichen Kontakt zu Menschen möchtest, ist ein online-Geburtsvorbereitungskurs vielleicht das richtige für dich. Schau mal in diese Liste oder weiter unten in diesem Beitrag – da stelle ich noch ein paar vor.

Ich habe Angst. Wie befreie ich mich vor der Geburt von der Angst?

Wir alle wissen, dass Angst für die Geburt eines Kindes hinderlich ist. Angst führt zum Fluchtmodus, und da stoppt der Körper erst mal alles, was gerade nicht überlebensnotwendig ist.

[Tipp zum Weiterlesen: Als Fluchttier bei der Geburt]

Meine Tipps, um die Angst in den Griff zu bekommen:

  1. Wovor genau hast du Angst? Hast du Angst davor, dich zu infizieren? Oder hast du Angst, dass dir dein Baby weggenommen wird? Halte inne und schau, was genau dich gerade triggert. Vielleicht hilft es dir, eine Liste zu machen mit allem, wovor du jetzt Angst haben könntest. Und dann markierst du diejenigen Dinge, vor denen du gerade keine Angst hast. So siehst du, dass du in vielen Aspekten schon ruhig bist. Die paar Details, die dir Angst machen, löst du dann auch noch auf.
  2. Welche Strategie hilft dir, Ängste zu lösen?
    • Gehörst du zu den Personen, die gerne mit anderen reden? Dann such dir jemanden (übers Telefon, wenn persönlich wegfällt), und sprich die Ängste einmal alle aus. Dann sind sie da, und hören sich vielleicht gar nicht mehr so wichtig an.
    • Sammelst du gerne Fakten!? Auf, zur Recherche (und vielleicht hat dir dieser Beitrag hier dan schon geholfen)!
    • Willst du dein Unterbewusstsein entspannen? Meditiere oder nutze Affirmationen.
    • Lenkst du dich gerne ab? Dann sind vielleicht diese Kinderbücher zur Geburt etwas für dich, oder vielleicht auch ein Hörbuch?
    • Du willst aktiv werden, um die Voraussetzungen zu ändern? Dann schau, welche Verhaltensmaßnahmen du umsetzen kannst — von häufigerem Händewaschen bis hin zum Verzicht auf den Besuch einer Klinik, wenn es nicht unbedingt sein muss.
  3. Schaff dir Zeit und Raum, das Thema anzugehen! Ich weiß – gerade, wenn du andere Kinder hast, die jetzt auch die ganze Zeit zu Hause bleiben sollen, ist das schwierig. Trotzdem. Lass die Bügelwäsche stehen. Kauf Fertigpizza statt zu kochen. Nimm dir die Zeit, deine Angst einmal anzuschauen, ihr zu danken, dass sie da war, und dann die Lösung für dich zu finden, die du brauchst.

Habe ich Corona?

Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, ob ich mit dem Virus infiziert bin. Ich habe seit ein paar Tagen Schnupfen. Das kann alles sein. Ich war nicht im Risikogebiet. Und deshalb soll ich mich auch nicht testen lassen. Denn wenn alle Menschen mit Schnupfen sich testen lassen wollen, kommt das Gesundheitssystem an seine Grenzen. Mehr Infos dazu hat die Tagesschau zusammengestellt.

Allerdings bist du schwanger. Eventuell stehst du kurz vor der Geburt deines Kindes. Ich finde, damit hast du einen erhöhten Wissensbedarf. Wenn du nicht sicher bist, ob du auch einfach eine Erkältung hast, oder den Corona-Virus, dann ruf lieber deine*n Hausärzt*in oder Gyn an, statt vorbei zu gehen. Die können dann klären, ob jemand vorbei kommt, oder wo du zum Testen hingehen sollst. Oder du machst erstmal diesen online-Test der Uni Sante. Dort kannst du schauen, ob ein Test in deinem Fall besonders nötig ist. Allerdings gilt im Zweifelsfall: Auch, wenn der Test sagt, dass du dich nicht auf Corona testen lassen sollst — wenn es dir vor der anstehenden Geburt damit besser geht, dann besprich es mit deinem*r Ärzt*in.

Einen Schnelltest gibt es übrigens nicht. Deine Speichelprobe muss im Labor ausgewertet werden. (BMG, Dowload „Test auf Corona-Virus)

Auf der Seite der Frankfurter Rundschau findest du übrigens nochmal alle Symptome aufgezählt (wobei die Forschung da ja auch noch am Anfang steht…), inklusive der Vorkommensraten: Symptome bei Corona-Erkrankungen.

Warum jetzt doch ein Beitrag über Corona und Geburten?

Eigentlich wollte ich über Corona nichts schreiben. Zum einen, weil es von medizinischer Seite genug Menschen gibt, die sich mit dem Virus beschäftigen, und ich da keinen Beitrag zur Forschung leisten kann. Ich bin keine Medizinerin.

Zum anderen wollte ich einfach nicht noch mehr in den Fokus rücken, was so oder so schon im Fokus ist. Die offiziell angeordneten Vorsichtsmaßnahmen kennen wir schließlich alle aus dem Radio oder Fernsehen, der Zeitung oder dem Internet. Ich finde, so lange wir uns an diese Maßnahmen halten, dürfen wir im Alltag ruhig noch andere Themen haben. (Juhu, meine Blaubeere hat Knospen!)

Nun also aber doch ein Beitrag zur Corona-Situation.

Der Grund ist einfach: Viele Frauen sind verunsichert. Und lassen sich immer weiter verunsichern. Denn es gibt nichts mieseres, als Gerüchte, die einfach weitergegeben werden, ohne dass es belastbare Aussagen dazu gibt, wann was gilt.

Mein Ziel mit diesem Blogpost ist deshalb ein Zweifacher: Einerseits möchte ich Infos bereitstellen und gute Quellen nennen, auf denen wir uns informieren können. Und zweitens möchte ich den Fokus auf Lösungen setzen. Es hilft uns nichts, wenn wir uns verrückt machen lassen.

Achtet auf die gebotenen Desinfektionsmaßnahmen. Verliert aber dadurch nicht den Spaß am Leben und die Vorfreude auf die Geburt!

Konzentriert euch auf das, was euch helfen kann. Wenn der Geburtsvorbereitungskurs abgesagt wurde, macht Geburtsvorbereitung zu Hause. Schaut euch Videos auf Youtube an. Hört gute Podcasts. Lest euren älteren Kindern Bücher zur Geburtsvorbereitung vor.

Macht euch bewusst, dass Corona nicht das Ende der Welt ist. Dass Corona sehr häufig milde verläuft und für Schwangere und Babys nicht besonders gefährlich ist.

Wenn ihr überlegt, statt offline jetzt einen online-Geburtsvorbereitungskurs zu wählen, schaut euch zum Beispiel diese Kurse hier an:

Geburtsvorbereitungskurs von Mami First: Besonders, wenn es dir um die medizinischen Aspekte geht und du auf Yoga und Beckenbodentraining Wert legst. Zum Mami-First-Kurs.

Das Meditationshörbuch Sanfte Geburt: Wenn du dich mittels Hypnobirthing(Affiliate-Link) auf deine Geburt vorbereiten willst, um angstfrei in die Geburt zu gehen und dir selber zu vertrauen. Zum Meditationshörbuch*.

Das Kongresspaket Glückliche Geburt von BohoBaby, wenn du zu verschiedensten Themen Impulse möchtest, wie zum Beispiel Hypnobirthing, Akupunktur, Yoga, Geburtsfotografie, Homöopathie und Osteopathie. Zum Kurs von Boho-Baby*.

*Bei den drei vorgestellten Kursen handelt es sich um Affiliate-Links. Wenn du etwas über den Link bestellst, erhalte ich eine Provision, ohne, dass du mehr dafür zahlen musst.

Aufruf zum Sammeln von Erfahrungen!

Ich bitte dich, wenn du schwanger bist oder vor kurzem dein Baby geboren hast, unter diesem Beitrag deine Erfahrungen zu teilen! Ich werde sie dann sortiert in einem zweiten Beitrag auch noch mal aufbereiten.

Quellen

Die meisten meiner Beiträge kommen ohne Quellenangaben aus. Bei einem solchen Beitrag finde ich es aber angebracht, sie noch mal gesammelt zu nennen.

9 Gedanken zu „Corona & Geburt: Gebären im Ausnahmezustand“

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  2. Schlimm finde ich, dass sich jederzeit alles ändern kann und sich auch ändert.
    Die Aussicht alleine gebären zu müssen mit lauter fremden Menschen macht mir extrem große Angst. Und da ich Gestationsdiabetes habe, darf ich auch nicht zuhause entbinden.

    1. Liebe Annette, leider trifft es das ziemlich gut. Wir alle wissen nicht, wann sich welche Vorschriften ändern – und was davon wirklich sinnvoll ist und was einfach nur „leichter“ für die Krankenhäuser.

      Du hättest jetzt also nur die Wahl zwischen dem Krankenhaus und einer außerklinischen Geburt ohne medizinische Begleitung. Ich verstehe total, dass sich da Angst ausbreitet. Bis du schon sehr nah am errechneten Termin? Beste Grüße, Katharina ❤️

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