#RosesRevolutionDay: Gewaltvolle Kommunikation

Heute darf ich einen Gastbeitrag von Maisie veröffentlichen. Sie schreibt auf MyMaisie über Schwangerschaft, Geburt und Elternsein. Mit diesem Beitrag zum Thema Gewaltvolle Kommunikation nimmt sie an der Blogparade zum #RosesRevolutionDay teil. Diese läuft noch bis Freitag. Nimm auch du gerne noch teil. Falls du keinen eigenen Blog hast, schreib mir. Ich veröffentliche deinen Beitrag hier.

Gewalt unter der Geburt beginnt bei der Kommunikation

Gewalt unter der Geburt beginnt bereits bei der Kommunikation.

Nach der langen und anstrengenden Geburt meiner ersten Tochter war ich stolz wie Bolle! Mit fast 20 Stunden und vielen Hindernissen habe ich es geschafft, sie dennoch auf natürlichem Wege zu gebären. Ein gesundes und munteres Kind, was will man mehr?!

Jedem, mit dem ich über meine Geburt gesprochen habe, habe ich erzählt, wie „gut“ die Geburt war. Klar, ich hatte viele Diskussionen mit der Hebamme aus der zweiten Schicht und musste Interventionen zustimmen, die ich eigentlich nicht wollte, ABER dafür habe ich es gut durchgestanden und es hat im Endeffekt doch alles geklappt. Hätte viel schlimmer sein können!

Ja. Aber auch besser.

Vorbereitung auf die zweite Geburt: Vermeidung gewaltvoller Kommunikation

Als ich mit meiner zweiten Tochter schwanger war und die nächste Geburt anstand, habe ich gemerkt, dass ich mich der Gedanke daran betrübt. Ganz anders, als vor der ersten Geburt, da war ich zuversichtlich und hoffnungsvoll. Dieses Mal war klar, dass es etwas aufzuarbeiten gibt. Aber was? Die erste Geburt war doch nicht schlimm.

Mit der Unterstützung von meiner Hebamme haben wir in vielen Sitzungen die erste Geburt aufgearbeitet. Fazit war, dass die Art und Weise wie unter der Geburt mit mir gesprochen wurde – auch wenn es nicht mal böse gemeint war – nicht nur meine Geburt fast zum Stillstand gebracht hat, sondern mich so sehr beschäftigt hat, dass eine interventionsfreie Geburt nicht mehr möglich schien.

Der Gedanken daran, nochmal ins Krankenhaus zu gehen, ohne zu wissen wer mich erwartet und wie mit mir gesprochen wird, hat mich total belastet. So sehr, dass ich mich für eine Hausgeburt entschieden habe.

Das klingt vermutlich nicht an einem „klassischen“ Fall von Gewalt. Ich möchte aber auf Folgende Punkte aufmerksam machen.

  1. Worte machen etwas mit uns.
    Wenn wir unter der Geburt „angepampt“ werden und uns damit beschäftigen müssen, dann nimmt das kostbare Ressourcen, die wir für die Geburt unseres Babys brauchen.
  2. Wenn Du Deine Geburt als „unschön“ empfindest, dann ist das auch so.
    Auch, wenn im Endeffekt Dein gesundes Kind geboren wurde.

Oft denken Frauen: „Es war gut, so wie es war, denn mein Kind ist sicher und gesund zur Welt gekommen“ und klar, es gibt viele schlimmere Szenarien. Und dennoch können bestimmte Momente, Interventionen oder eben Gespräche nicht OK gewesen sein.

Egal wie klein es zu sein scheint, Deine Gefühle dürfen sein und sie sind nicht ohne Grund da. Darum ist es ein wichtiger Teil einer schönen und sicheren Geburt, wie man mit der Gebärenden spricht und was man sagt. Das ist Dein gutes Recht!

Roses Revolution Day: Aktionstag gegen Gewalt in der Geburtshilfe

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