Carinas 4 Kinder: PDA, Wassergeburt, spontane Zwillingsgeburt

Carina ist Mutter von vier Kindern und erzählt in diesem Beitrag von ihren sehr unterschiedlichen Geburtserfahrungen: Einer Geburt mit PDA, einer Wassergeburt und einer spontanen Zwillingsgeburt. Auch beruflich hat sie sich mittlerweile auf Schwangerschaften und Geburten fokussiert: Sie ist nämlich Fotografin.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen von Carinas Erfahrungen!

Die erste Geburt: PDA

Gegen 21 Uhr spürte ich ein leichtes Ziehen. Es war nichts Weltbewegendes. Eigentlich war es so, wie es die Wochen davor auch immer wieder war. Zwei Stunden später, gegen 23 Uhr, stieg ich in die Badewanne. Ich hatte eine heftige Wehe. Hmm — ob es doch losgehen würde?? Doch dann wurde es wieder etwas weniger. Schade.

Mein Hund setzte sich neben die Wanne und schaute mich an. Kurz darauf kam ich raus aus der Wanne. Zack! Alle 5 Minuten kräftige Wehen! Mein Mann ging dann noch mal mit dem Hund eine Runde spazieren. Den Schlüssel hatte er versteckt, falls es länger dauern sollte. Dann könnte eine Freundin kommen, so dass sie mit ihr raus gehen könnte.

Um 1:30 kamen wir im Krankenhaus an. Die Messung des Muttermundes ergab eine Öffnung von 2 Zentimetern. Ich wurde ans CTG angeschlossen. Ich sollte dann entspannt auf mein Stationszimmer, aber die Wehen wurden schnell so heftig, dass ich ins Wehenzimmer umsiedelte. So lange ich mich bewegte, konnte ich die Wehen auch gut veratmen.

Dann sollte ich mich wegen des CTGs hinlegen. Ich hielt die Wehen nicht mehr aus. Es war vorbei. Ich wollte doch keine Wassergeburt mehr. Ich wollte einfach nur eine PDA. Das war gegen 4 Uhr.

Als die PDA saß, schlief ich erstmal. Der Muttermund war da 6 cm geöffnet. Um 6 Uhr wurde ich noch mal untersucht. Der Muttermund hatte sich weiter geöffnet und lag bei 8 Zentimetern. Ich schlief also weiter.

Um 8 Uhr war der Muttermund vollständig geöffnet, aber wegen der PDA konnte ich noch nicht ausreichend pressen. Also wartete ich. Die Fruchtblase war oben gerissen und rutschte langsam heraus. Die Hebamme konnte sie samt Fruchtwasser vorsichtig herausziehen. Dann hatte ich das Gefühl, die Wirkung der PDA ließe langsam nach. Ich versuchte also, zu pressen. Es klappte.

Nachdem ich den Kopf geboren hatte, fragte mich die Hebamme, ob ich meinen Sohn selbst herausholen wollte. Ich war erstaunt, aber sagte ja und um 9:11 war der Kleine da.

Die zweite Geburt: Wassergeburt

Ab 10 Uhr vormittags spürte ich immer wieder mal ein Ziehen. Es war noch relativ selten (circa 5 – 10 Minuten) und auch nicht schmerzhaft.

Gegen 13 Uhr ging ich in die Wanne. Die Wehen blieben, wie sie waren: Alle 5 Minuten und nicht wirklich schmerzhafter. Eine Freundin kam zu uns, um auf den Kleinen aufzupassen. Gegen 16 Uhr fuhren wir ins Krankenhaus. Von 16:15 – 16:45 hing ich am CTG. Es waren kaum Wehen zu sehen. Der Muttermund stand bei 2 cm. Um 17 Uhr wurde ein Ultraschall durchgeführt. Ich ging im Kreißsaal auf und ab und quatschte. Gegen 17:30 kam die Hebamme. Ich fragte sie, ob ich ins Wasser könnte. Ich konnte, also ging es ab in die Badewanne. Und sofort wurden die Wehen sehr heftig. Um 18:16 platzte in der Wanne die Fruchtblase. Zwei Minuten später, um 18:18 war unsere Tochter geboren.

Die dritte Geburt: Zwillinge im Eiltempo

Morgens um 5 war ich auf der Toilette. Es war wieder eine Nacht, in der ich kaum geschlafen hatte. Alles tat nur noch weh. Aber ich musste noch bis Sonntag durchhalten, da wäre ich 36+0 und ich könnte zur Geburt der Zwillinge in mein Wunschkrankenhaus. Aber es war erst Donnerstag. Also müsste ich in die Uni-Klinik fahren.

Ich streichelte meinen Bauch. Ich konnte wirklich nicht mehr. Zu den beiden im Bauch sagte ich, dass sie sich auf den Weg machen dürfen, wenn sie wirklich fit und gesund wären. Und zwar so kräftig, dass sie bei mir bleiben dürfen, statt auf die Intensivstation zu müssen.

Um 7 Uhr stand ich unter der Dusche. Eine Wehe kam, die schon stärker, aber auszuhalten war. Am Frühstückstisch war alles wie immer. Allerdings brauchte ich ewig für mein Toast. So richtigen Appetit hatte ich keinen.

Ich setzte mich auf die Couch. Um 8:25 veratmete ich eine schmerzhafte Wehe. Ich war selbst überrascht und sagte zu meinem Mann, dass wir ins Krankenhaus fahren würden, falls noch so eine Wehe käme.

In meinem Traum kamen die Kinder im Badezimmer — das wollte ich mit Frühchen auf gar keinen Fall. Mein Mann sah mich an und zog die Kinder an. Um 9:30 waren wir im Krankenhaus angekommen. Der Muttermund war komplett offen. Die Hebamme sagte ihren Kollegen und den Ärzten Bescheid. Denn bei Zwillingen müssen immer zwei komplette Teams da sein. Weil sie zusätzlich noch Frühchen waren, wurde auch den Kinderärzten Bescheid gegeben. Der Operationssaal direkt im Kreißsaal war noch belegt, aber ein anderer OP war verfügbar für alle Fälle.

Ich unterhielt mich noch ruhig mit der Hebamme. Irgendwie war es nicht so real wie bei den anderen beiden Geburten. Unzählige Ultraschalls wurden gemacht. Auf dem CTG waren nämlich nur die Herztöne des einen Zwillings zu sehen. Der zweite verschwand immer wieder. Es gab einige Diskussionen, ob man die Fruchtblase öffnen sollte. Die Hebamme war dagegen. Sie meinte, sie fühlte die Nabelschnur. Der Oberarzt fühlte nichts; im Ultraschall war auch nichts zu erkennen. Dann ging es sehr schnell. Eine heftige Wehe überrollte mich und der Kopf des ersten Zwillings war geboren. Mit der nächsten Wehe gebar ich den Körper. Da war es 10:43. Mein Gedanke war nur „das mache ich nicht nochmal! Oh Mist – es ist ja noch einer drin!“

Ich hatte eine kurze Pause. Per Ultraschall wurde kontrolliert, wie es dem zweiten Zwilling ging. Wie lag er, war die Plazenta noch fest? Ein Arzt meinte, er hätte sich gedreht. Der Oberarzt, der neben mir stand, warf ein, dass dies nicht sein könne, da er ihn festhalten würde. Ich habe das gar nicht bemerkt, aber er hielt ihn wirklich fest. Mit der nächsten Wehe rutsche er in den Geburtskanal und zwei Wehen später, um 10:55, war er auch schon da.

Beide Knirpse wurden kurz vom Kinderarzt untersucht und bekamen einen Stoß Sauerstoff. Sie waren komplett stabil und wurden mir dann auch direkt zum Kuscheln gegeben.

Und deine Geschichte?

Diese Geschichte habe ich nicht geschrieben, durfte sie aber veröffentlichen. Hast du deine Geburtsgeschichten aufgeschrieben? Oder fehlen mir dir die Worte? Willst du dazu meine Unterstützung in Anspruch nehmen, um die richtigen Worte zu finden? Ich helfe dir beim Schreiben der Geburtsgeschichte. Achtung, sie wird lang. Viel länger als diese hier. Das liegt alleine schon daran, dass du nicht schreiben musst, sondern erzählst. Hier gibt es mehr Informationen!

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