Fastzeit-Journal

Nix mit Geburtskultur. Einfach ein Experiment: Ich faste Zucker. Von Aschermittwoch bis zum Beginn der Osterferien. Und lasse euch teilhaben.

Als Service für dich verlinke ich in meinen Beiträgen Produkte oder Dienstleistungen. Manchmal sind das Affiliate-Links. Ich erhalte also eine Provision, ohne dass du mehr zahlst. Affiliate-Links sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet.

Um denjenigen gerecht zu werden, die sich mit den Worten „Frau“ oder „Mutter“ nicht identifizieren können, obwohl in ihrer Geburtsurkunde „weiblich“ steht, habe ich mich dazu entschlossen, in meinen eigenen Beiträgen „Mutter“ und „Frau“ jeweils mit dem Inklusionssternchen zu versehen. Ihr werdet also Frau* oder Mutter* lesen (falls der Text von mir kommt und nicht von anderen Menschen). Geschlechtergerechte und inklusive Sprache ist mir ein Herzensthema, allerdings ist (meine persönliche und die gesellschaftliche) Entwicklung dazu noch lange nicht abgeschlossen. Mal sehen, wie ich es in Zukunft angehe. Mehr zum Thema liest du unter anderem hier: Sollte ein Geburtsblog geschlechtsneutral sein, Gebären wie eine Feministin und Sex, Gender, Geburten und die deutsche Sprache.

Ich war auf Eltern-Kind-Kur, habe mich dort viel mit Ernährung beschäftigt, habe gemerkt, dass ich was verändern muss, und will jetzt die Fastenzeit nutzen, um eine „therapeutische Phase“ einzubauen. Sprich: Zucker so weit wie möglich weglassen. Das ist hart. Denn nicht nur heißt das keine süßen Getränke und keine Süßigkeiten, sondern auch kaum Fertiggerichte. Denn da sind fast immer Zucker oder Zuckerersatzstoffe drin.

Ich weiß also: Ich werde zwischendurch Motivationstiefs haben. So richtig miese Motivationstiefs. Damit ich durch diese hindurchkomme, hoffe ich um eure Hilfe. Lest gerne meine Fortschritte und lasst mir ein Smiley (oder einen anderen Kommentar) da. Das wird mir sehr helfen 🙂

Ob ich es schaffe, jeden Tag ein Update zu posten, weiß ich noch nicht. Aber zumindest so häufig wie möglich soll es sein.

KW 7

14.2.24

Heute geht die Fastenzeit also los. Und ich werde versuchen, an möglichst vielen Tagen zu berichten, wie der vorige Tag lief.

15.2.24

Gestern kamen wir aus der Eltern-Kind-Kur nach Hause. Zu Hause standen unter anderem diese Schoko-Haferkekse eines gewissen schwedischen Möbelhauses… Ich hab sie nicht gegessen. Ich habe stattdessen ein Bund Möhren gekauft und diese geknackt. Das war super. Dazu eine Tasse Tee.

Abends gab es Senfeier mit Kartoffeln und gebratenen Zwiebeln. Im Senf war Zucker, und damit auch in der Sauce.

16.2.24

Auf gestern bin ich wirklich stolz. Nach Ende meiner Eltern-Kind-Kur ging die Mental-Load-Kurve gestern steil nach oben. Also, mindestens exponentiell. Der perfekte Tag also, um sich mal schnell nen Haferkeks, Schokolade oder zumindest ne Portion Müsli zwischen die Zähne zu hauen. Ich hab’s nicht gemacht.

Zum Mittagessen gab es Rosmarinkartoffeln aus dem Ofen (ja, ich muss gestehen: Ich hatte bis kurz vorher keinen Plan; das ist eines meiner Rückfallessen…). Okay, es war Mayo dabei, und zwar die gekaufte. Und da war Zucker drin.

Ansonsten war der Tag gut. Zum Abendessen gab es Fisch und Oliven (ohne Füllung, ohne zugefügten Zucker.) Und nachmittags hab ich mich, als das Loch kam, bewegt und danach ne Möhre gefuttert.

Ich war auch noch einkaufen, und hab mir alles gekauft, um Rezepte nachzukochen: Kürbissuppe, Feldsalat, Paprikapfanne und Birnen-Crumble. Außerdem habe ich beim Senf darauf geachtet, dass kein Zucker drin ist. Gibt es durchaus, man muss nur die Zutatenliste auch wirklich lesen…

Übrigens habe ich im Tee „Süßkraut“ als Zutat gefunden. Und festgestellt: Das ist ein anderes Wort für Stevia. Also Zuckerersatz. Dieser Tee fällt also erstmal raus.

Ergänzung 14:15: Da ist er der erste böse Moment. Da stehen Süßigkeiten auf dem Tisch. Oder wenigstens ne Erdnuss? Oder ein einziges Stück Bitterschokolade?

Aber das müsste ich ja dann hier rein schreiben. Also doch lieber ne Möhre. Knack. Während ich das schreibe, esse ich die Karotte und denke mir: Gut gemacht!

Samstag, 17.2.24

Gestern habe ich in der Tat Kürbissuppe, Linsenpfanne, Feldsalat und Crumble vorbereitet.

Oh Mensch, der Crumble war dann ein wirklich schwacher Moment von mir. Denn ich weiß ja: Auch Honig ist Zucker. Also hab ich gestern dann doch irgendwie genascht. Und heute auch ein wenig. Aber nicht als Heißhungerattacke, sondern als Nachtisch.

Außerdem hab ich noch eingekauft, weil ich Mandelbrot backen will.

Ansonsten hab ich heute zwar Kekse für die Familie mitgebracht, aber nichts davon gegessen.

Zum Frühstück gab es Haferflocken mit Sonnenblumenkernen, Leinsamen, Apfel und Joghurt.

Zum Mittagessen Feldsalat und Kürbissuppe.

Zum Abendessen Feldsalat und Linsenpfanne.

Für morgen ist Lachs geplant — für den Rest der Familie mit Kroketten, für mich mit Linsen.

KW 8

Montag, 19.2.24

Gestern war ich gar nicht online, aber da ich ja Samstag schon relativ viel zu Samstag geschrieben habe, passt das.

Gestern gab es mein „normales“ Frühstück aus Haferflocken, Sonnenblumenkernen, Apfel, Leinsamen und Joghurt.

Zum Mittag gab es für den Rest der Familie zum Lachs Rösti dazu (Fertigprodukt – also nicht für mich) sowie Spinat aus dem TK. Ich hab zum Lachs meine Linsenpfanne gegessen. Nom nom.

Abends gab es dann den Rest der Pfanne.

Und zwischendurch gab es wieder ein paar Löffel vom Birnen-Crumble.

Darüber hinaus habe ich gestern ein Mandelbrot gebacken. Der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig, aber hey, so ist es ja mit allem Neuen.

Und so gehe ich eigentlich ganz optimistisch in die neue Woche. Heute morgen gab es Haferflocken mit Apfel, Sonnenblumenkernen und Leinsamen — ohne Joghurt, denn di Packung ist leer…

Und zum Mittag gibt es gleich Lachs (ist gestern nicht alles verbraten worden) mit einer Pilzpfanne. Mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen!



Mittwoch, 20. Februar

Gestern habe ich ein Rezept mit Hirse ausprobiert. Allerdings hatte ich mich verlesen: Ich hätte ganze Hirsekörner nehmen sollen, hatte aber Flocken. Ups. Geschmeckt hat es trotzdem, nur die Konsistenz war etwas lasch.

Ansonsten habe ich zwar zwischendurch genascht, aber „nur“ Gurke und Möhre, und das ist für mich schon ganz gut.

Heute war ich auswärts frühstücken. Das war komplizierter. Viel Brot und Brötchen auf der Liste — alles nix für mich gerade. Ich bin dann bei einer Portion Rührei geblieben.

Das Mandelbrot ist übrigens immer noch mega lecker. Krass, wie sich die Wahrnehmung ändern kann!

Freitag, 23.2.

Gestern war ich den Großteil des Tages in Berlin und habe gemerkt, wie schwer es ist, bei Kantinenessen auf kein Zucker – keine Getreide – keine Milchprodukte zu achten. Die Frage nach Fertigprodukten ist noch viel schwerer zu beantworten. Letztendlich habe ich einen Kürbissalat gegessen, in dem zumindest kein Gluten und kein Milchzucker gewesen sein dürften. Zucker? Bestimmt irgendwas…

Abends haben mich dann die Kids auf die Probe gestellt. Für die gab es nämlich Hotdogs. Oh Mensch, es war wirklich hart zu widerstehen. Aber es hat geklappt!

Heute nun gab es eine Kombi, die ich noch nie ausprobiert habe: Kohlrabi, Chicorée, Ingwer, Garnelen. Einfach nur MEGA!

Sonntag, 25.2.

Gestern war so mittel erfolgreich. Morgens gab es Apfel mit Haferflocken und Mandelmilch. Dann war ich sechs Stunden mit K4 unterwegs; für die Zeit hatte ich mir Mandelbrot mitgenommen.

Abends wollte der Nachwuchs vor allem eines: Döner.

Ich hab keinen bestellt, hab mir stattdessen Kartoffelspalten im Ofen gemacht. (Lecker, aber an Nährstoffen war da vermutlich nicht mehr viel drin…)

Dann hat K4 ihre Dönerbox doch nicht geschafft. Und ich habe sie mit Genuss aufgemampft. Salat, Fleisch, Sauce.

Insofern:

  • Zuckerfrei: geschafft? Was war in der Döner-Sauce? 1/2 Punkten.
  • Glutenfrei: Bis auf die paar Haferflocken am Morgen, also würde ich sagen 1/2 Punkten.
  • Milchproduktefrei: Was war in der Döner-Sauce? 1/2 Punkten.
  • Keine Fertigprodukte: Ach ja, dieser Döner…

Heute wird ein ähnlich schwerer Tag: Während gestern K4 beim Sportwettkampf war, sind heute K1 und K2 dran. Und ich weiß genau, was es vor Ort gibt: Würstchen im Brötchen sowie Kuchen. Ich werde mir dann wohl mal Äpfel mitnehmen…

Kalenderwoche 9

Montag, 26.2.24

Phuu, gestern war hart.

  • Grillwurst mit Nudelsalat und Brötchen vom Kind aufgegessen, als dieses nicht mehr wollte
  • Popcorn von den Kindern genascht

Morgens Mandelbrot (geht zur Neige, weil sehr lecker), abends Spiegelei mit Salat.

Heute soll es Rosenkohl in Currysauce geben. Ich freue mich darauf!

Dienstag, 27.2.24

Yes! Rosenkohl in Currysauce war genial.

Zusätzlich hab ich gestern Eiermuffins gemacht — eigentlich Rührei in Muffinformen, und die mit Gemüse. Mega lecker, warm und kalt. Werden nicht lange halten.

Und auf Wunsch unseres Gastkindes gestern gab es zum Abendessen Spaghetti Carbonara. Davon hab ich nix gegessen (es war noch vom Rosenkohl da). Und als ich dann auftische, sagt das Gastkind zu mir: Das mag ich nicht. Die Schinkenwürfel sind mir zu groß.

Uff.

So hart dissen wirklich nur Kinder.

Aufstehen, Krone richten, weiter machen.

Zucker: Geschafft. Milch: Geschafft. Getreide: geschafft!

Heute soll es Chicorée geben — das genaue Rezept suche ich noch raus.

Donnerstag, 29.2.

Gestern war toll. Die Kinder haben Pizza selbst gebacken. Und ich habe einfach vom Belag das, was ich wollte, in die Pfanne gehauen und mit Feldsalat garniert. Pilz-Knoblauch-Tomaten-Zwiebel-Paprika-Pfanne. Nom nom.

Die Eiermuffins sind alle weg. Das Mandelbrot auch. Aber wer braucht eigentlich klassisches Frühstück zum Frühstück?

Heute gab es Stremellachs mit frischem Feldsalat und Mandeln. Genial.

Heute Mittag war ich in Berlin essen. Es gab eine Hüher-Kokossuppe und dazu Salat. Ob wirklich kein Zucker in der Suppe war, kann ich nicht sagen. Aber da sie mit Kokosmilch war, wird zumindest keine Milch drin gewesen sein. Und das Brötchen hab ich gar nicht erst vom Buffet mitgenommen.

Ich habe übrigens einen neuen Lieblingssnack entdeckt: Mandeln. Nicht geröstet, nicht gezuckert. Einfach Mandeln ohne alles. Die erlauben meinem Knackgefühl einen richtigen Boost und sind lange nicht so schädlich wie Chips. Klar, sie sollten keine Hauptmahlzeit werden….

Wöchtenliche Updates zu neuen Beiträgen

Samstag, 2. März

Der gestrige Tag fing eigentlich gut an. Rührei mit viel Gemüse zum Frühstück. Dann war ich beim Sport [wer eine Empfehlung fürs nördliche Berliner Umland braucht, melde sich!] und danach habe ich zum Mittagessen so ziemlich alle bunten Gemüsereste in einer Pfanne angebraten, dazu noch Apfelstücke, Mandeln und Sonnenblumenkerne, Salatreste, und fertig. Mampf und lecker.

Dann kam der Nachmittag. Anstatt zu schlafen stand Kinderbetreuung an. Und ich bin voll in das Loch gefallen. So richtig.

An „keinen Zucker“ habe ich mich gehalten, aber stattdessen gesalzene Macadamia-Nüsse gefuttert. Und zwar bestimmt 15 bis 20 Stück. Klar zählen die nicht als Zucker, aber geröstete salzgewälzte Nüsse haben auf die Belohnungszenten im Hirn ähnliche Wirkung. Klarer Fall von Essen als Kompensation für unerfüllte Bedürfnisse.

Zum Abendessen habe ich ein tolles Bolognese-Rezept ausprobiert. Ohne Zucker, ohne Sahne, ohne Milch. Für den Rest der Familie gab es Nudeln dazu, für mich Gemüsespaghetti (also einfach Streifen von Möhre und Petersilienwurzel. NOM.

Heute Morgen gab es eine wildwüste Rühreimischung zum Frühstück. Da waren Chili genauso drin wie Apfel und Tomate. Einfach nur nom. Wobei die frischen Brötchen vom Bäcker auch echt lecker rochen…

Wir sind heute wieder viel unterwegs. Ich werde berichten, ob ich Möglichkeiten finde, mich gesund zu ernähren.

Sonntag, 3. März

Gestern unterwegs hab ich tatsächlich nur nen Apfel gegessen. Dann kam ich nach Hause und hab spontan die verbliebenen Macadamia-Nüsse vermampft. Na toll. Danach hab ich allerdings dann doch wieder in meinen Rhythmus gefunden und hab ein Curry mit Thaipaste und Kokosmilch, Milch, Pilzen und Hähnchen gekocht. Und was soll ich sagen: Die Familie hat es mir aus den Händen gerissen!

Heute hab ich unterwegs mal von der Brezel meiner Tochter genascht, ansonsten war es in der Tat ein guter Tag!

Ich hab Eiermuffins zum Frühstück gemacht, zum Mittag gab es Reste von gestern und abends hab ich eine Lachspfanne gekocht, die wirklich traumhaft schmeckt (zu viel Zitrone, sagt die Familie. Genau richtig, sage ich.)

Es gab Rückschläge diese Woche, aber kleine Schritte sind besser als keine.

Kalenderwoche 10

Montag, 4. März

Wahnsinn, schon beginnt die vierte Woche. In Kalenderwoche 7 habe ich angefangen… Zwischenfazit: Einige Heeper hatte ich schon, und es fällt mir nicht immer leicht. Aber ich merke auch, wie viel Spaß es mir macht, abwechslungsreich zu kochen. Und das ist ein tolles Gefühl.

Es gab heute für die Kinder Nudeln mit Tomatensauce, für mich Rucola mit Steinpilzen, Kürbis und Garnelen. Nom.

Mittwoch, 6. März

Gestern hatte ich einen Rückfall. Mal wieder. Ja, ich hab viel Obst und Gemüse gegessen. Und ja, ich hab zusätzlich die halbe Chips-Tüte gefuttert. Es waren zwar die „nur“ gesalzenen (also ohne Zucker), aber mein Blutzucker ist natürlich in die Höhe geschossen.

Und auch Stunden später fühlte ich mich noch schlapp, hatte Bauchschmerzen und war mies drauf.

Heute werde ich darauf achten, spontane Fressattacken so weit wie möglich mit Wassertrinken auszuschalten.

Zu Essen plane ich heute die Reste der Bolognese, außerdem habe ich noch Kürbis und Rucola da, sowie Tomaten, Paprika und Gurke.

Update um 10:55: Ich habe es tatsächlich geschafft, um 8:30 Frühstück zu essen und seitdem nichts mehr. Hunger hab ich keinen, aber ich merke, dass ich jetzt aus Gewohnheit schon wieder zu einem Snack greifen würde…

Update um 12:30: Ich habe ein buntes Essen aus Bolognese, Kürbis, viel Rucola, Tomaten und Paprika gegessen. Es war köstlich. Und vielleicht ein bisschen zu viel. Gut gelungen ist mir das langsame Kauen.

Donnerstag, 7. März

Rückblich zu gestern: Ich habe es erstmals geschafft, wirklich nur zu essen, als ich Hunger hatte. Nämlich abends noch einmal 3 Scheiben Roggenknäcke mit Butter und Rucola.

Damit hab ich den Getreide-Verzicht und den Milchprodukteverzicht nicht ganz durchgehalten, aber das Gefühl war gut. Und außerdem war ich gestern noch ne Stunde spazieren, die mir auch extrem gut tat.

Heute Morgen gab es Mandelbrot mit Butter und Rucola. Nom.

Danach gab es Stress mit der Familie, und ich habe gemerkt, wie es mich zum Kühlschrank zog… Hab dann „nur“ was getrunken, aber da ist eine wichtige Erkenntnis gewesen: Ich esse, um mich zu beruhigen. Es wird Aufwand werden, diesen Impuls umzuleiten…

Ab heute Nachmittag haben wir Besuch. Mal schauen, ob ich das gesunde Essen trotzdem durchhalte.

Freitag, 8. März

Alles Gute zum Frauentag! Ich… [arg, wurde — von — Kindern — ]

Samstag, 9. März

[unterbrochen!].

Kalenderwoche 11

Mittwoch, 13. März

Ach du meine Güte. Es ist schon Mittwoch. Ich habe euch nicht vergessen. Ich hatte viel für ein anderes Projekt zu tun, versuche aber, in den nächsten Tagen wieder mehr zu schreiben.

Erstmal so viel: Ich hab am Frauentagswochenende sehr (SEHR!) viel gegessen, und auch sehr (SEHR) viel Junkfood. Trotzdem ging es mir an den Tagen gut, und ich denke, das kommt vor allem daher, dass ich sehr viel draußen spazieren war. Bewegung hilft einfach bei der Verdauung.

(Herausstellen möchte ich ein Smoothie-Rezept, das ich nun auch für Sorbet nutze: Beeren-Orange-Rote-Bete-Smoothie. Zum Nachahmen empfohlen.)

Nun sind die Reste des Wochenendes langsam aufgebraucht. Nur leider die Nachos noch nicht… Und so greife ich immer mal wieder doch zu. So ein Mist. Aber immerhin hab ich gestern und heute schon wieder leckere Gemüsepfannen zum Mittag gegessen!

Donnerstag, 14. März

Die Hälfte der Fastenzeit ist lange um; letztes Wochenende war in meiner Heimatstadt am Niederrhein schon Halbfastenmarkt. Meine therapeutische Phase von vier Wochen ohne Zucker, ohne Milchprodukte und ohne Getreide habe ich nicht durchgehalten. An manchen Tagen habe ich nur leicht geschludert, andere waren eine ziemliche Vollkatastrophe. An manchen Tagen fällt es mir vor allem schwer, zwischen den Mahlzeiten nicht zu snacken, an anderen Tagen geht es eher darum, mich bei den Hauptmahlzeiten nicht zu überfressen.

Gut geklappt hat bisher der Verzicht auf Limonaden oder Säfte (bis auf Zitronensaft ins Wasser). Und darauf kann ich echt stolz sein, denn diese Bomben hab ich doch bisher recht häufig genossen.

Nun, nach Ende der vier Wochen, geht es also darum, mir selber mehr zu vertrauen: was tut mir gut, was brauche ich, was kann weg, weil es mir nicht gut tut?

Heute Morgen zum Frühstück (5:45) gab es den Beeren-Smoothie (siehe 13.3.). Ich haue immer noch Sonnenblumenkerne oder Mandeln rein, für das Knack-Gefühl im Mund.

Jetzt, 7:15, habe ich mega Hunger. Ich schätze, ich brauche morgens doch was anderes als nur Obst…

Jetzt, 7:45, habe ich eine Scheibe Mandelbrot gegessen und ein Glas Wasser getrunken und fühle mich viel satter 🙂

HA! Neues Update: Es ist 12,15; ich habe vorhin Mittaggegessen — und hatte tatsächlich seit dem Brot heute morgen sonst nix mehr; nur Wasser. Es gab Shrimps mit Zwiebeln, getrockneten Tomaten, Oliven, Apfel und (Überraschung) Mandelkernen.

[17 Uhr. Ich würde so gerne was naschen. Aber eigentlich weiß ich, dass nicht Naschen, sondern Pause angebracht ist… Und da ich diesen Text hier im Hintergrund offen habe, ist die Hürde, doch etwas zu essen und es hier schreiben zu müssen, sehr viel höher…]

18 Uhr: Ich esse Abendessen: Die Rest vom Mittag.

20 Uhr: Das Kind hat ein halbes Körnerbrötchen mit Käse übriggelassen. Mein Letztes Essen für heute.

Freitag, 15. März

Zum Frühstück gab es heute erstmal Wasser. Krass, was ich für Durst hatte! Später dann gab es eine Scheibe Roggenbrot mit Butter. Nom!

Nach dem Training habe ich ein paar Haferflocken mit Mandelmilch eingeweicht, einen Apfel dazugeschnitten, mit (eingeweichten) Mandeln und Sonnenblumenkernen garniert. Genau das Richtige: Knusprig, frisch, süß, saftig.

Gegen Mittag habe ich nochmal eine Scheibe Roggenbrot mit Butter und Käse gegessen. Und eigentlich bräuchte ich daraufhin einen Mittagsschlaf.

Abends haben sich die Kinder Döner gewünscht. Für mich gab es Halloumi mit Salat und meiner selbstgemachten Mayo. Lecker. Und ich war satt. Und dann hatte K2 noch die Hälfte seiner Dönerbox (Fleisch & Pommes) übrig. Und ich bin schwach geworden… Hab dann ziemlich schnell gemerkt, dass das dem Körper nicht gut tat. Linderung brachte eine heiße Badewanne.

Kalenderwoche 12

Montag, 18. März

Rückblick auf das Wochenende: Nun ist die strenge therapeutische Phase also vorbei, und die Frage ist: Wie will ich mich langfristig ernähren? Was tut mir gut, was nicht?

Ich habe Samstag recht viele Mandeln mit Smoothie zum Frühstück sowie eine bunte Gemüsepfanne zum Mittag gegessen. Nachmittags hatte ich ziemliche Bauchschmerzen, die sich dann aber zum GLück wieder gegeben haben. Abends hatte ich gar keinen großen Hunger. Dann waren mein Mann und ich noch außer Haus (danke an den besten Bruder fürs Kinderhüten!) und danach hab ich doch glatt Nachos mit Käsesauce und Salsa zum Film gegessen. Überraschenderweise ging das ganz gut.

Gestern morgen habe ich Knuspermüsli selber gebacken. MEGA lecker ist das geworden! Zum Mittagessen waren wir mit der Verwandtschaft im Restaurant. Und ich habe etwas Wichtiges zu berichten: Ich habe von meiner Portion nur so viel gegessen, wie ich Hunger hatte. Und den Rest liegen lassen. Das ist mir bisher immer arg schwer gefallen. Also: Schulterklopfer!

Nachmittags zum Kuchenessen hat mir ein halbes Stuck gereicht. Und damit war der Familiensonntag eigentlich besser als erwartet.

Fun fact: ein Stück dunkle Schokolade kommt mir jetzt viel süßer vor als vor den 4 Wochen. Ich nehme es als Zeichen, dass die Entwöhnung wirklich geklappt hat und mein Körper weniger Zucker als genauso süß empfindet.

Heute also ist Montag. Ich hab heute Morgen eine Portion Knuspermüsli mit Smoothie gegessen, nach dem Sport dann noch eine zweite — dieses Mal mit Joghurt. Den hab ich ja jetzt vier Wochen lang weggelassen… Und ich hab das Gefühl, dass ich durch das Essen ganz schön müde geworden bin.

Katharina Tolle

Wie schön, dass du hier bist! Ich bin Katharina und betreibe seit Januar 2018 diesen Blog zu den Themen Geburtskultur, selbstbestimmte Geburten, Geburtsvorbereitung und Feminismus.

Meine Leidenschaft ist das Aufschreiben von Geburtsgeschichten, denn ich bin davon überzeugt, dass jede Geschichte wertvoll ist. Ich helfe Familien dabei, ihre Geschichten zu verewigen.

Außerdem setze ich mich für eine selbstbestimmte und frauen*-zentrierte Geburtskultur ein. Wenn du Kontakt zu mir aufnehmen möchtest, schreib mir gern!

Foto von Katharina

2 Gedanken zu „Fastzeit-Journal“

  1. Huhu – das mit den Resten von den Kindern ist so hart ? Das reißt mir immer mein Intervallfasten ein.
    Klingt doch mega, was du geschafft hast!
    Ich erinnere mich, als wir noch Kinderfreibetrag, haben wir auch auch Zucker verzichtet – es gab ein paar Ausnahmen, wie Honig. Und wir haben sehr schnell gemerkt, das wir mehr Energie hatten und einfach nicht mehr so müde waren. War ein krasser Effekt damals ? Ob das heute auch so wäre? N bisschen Lust hab ja jetzt schon, das mal wieder zu machen.

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