Leben & Tod eines Frühchens: Julia erzählt Simons Geschichte

Julias Sohn Simon kam als Frühchen in der 26. Schwangerschaftswoche zur Welt. Nach fünf schwierigen Tagen starb Simon in Julias Armen. Im Interview erzählt Julia von Simon, von ihrer Trauer und Liebe zu ihm und von ihrem Weg der Heilung.

Julias Bericht ist ehrlich und dennoch nicht trostlos. Sie verharmlost die Erfahrung nicht; sie zeigt aber, dass niemand mit dem Tod eines Frühchens allein sein muss.

Ich danke Julia für das Interview und ihre Arbeit als Coach für Menschen, die ein Baby verloren haben.

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Stell dich doch bitte kurz vor!

Hallo, ich bin Julia. Ich bin 33 Jahre alt und ich lebe zurzeit in Argentinien und zuvor in Neuseeland. Ursprünglich komme ich aus Deutschland, genauer gesagt aus Wandlitz, ganz in der Nähe von Berlin. Studiert habe ich an der Humboldt-Universität, im Hauptfach Erziehungswissenschaften und in den letzten Jahren habe ich mich spezialisiert im Bereich Coaching und einige Ausbildungen und Weiterbildungen in diesem Bereich gemacht.

Jetzt bin ich selbstständig als Grief und Growth Coach, übersetzt  also Coach für Trauer und Wachstum. Ich richte mich vor allem an Frauen (und Familien), die ihr Baby verloren haben und dabei spreche ich sowohl von Fehlgeburten, Stillgeburten als auch vom Verlust von Neugeborenen. Man könnte sagen, es geht um den Verlust eines geliebten Menschen, den man nie kennenlernen durfte.

Wie kam es dazu, dass du Coach in diesem Bereich wurdest?

Sehr gute Frage. Für mich steckt eine persönliche Geschichte dahinter, und zwar  meine eigene Schwangerschaft und der Tod meines Sohnes.

Kurz gesagt, mein Sohn Simon kam im Februar 2016 in der 26. Schwangerschaftswoche als Frühchen zur Welt. Fünf Tage konnten wir mit ihm auf der neonatalen Station verbringen. In dieser Zeit erlitt er leider viele gesundheitliche Komplikation, bevor wir uns auf Anraten der Ärzte dazu entschieden, die lebenserhaltenden Maßnahmen für Simon abzustellen. An meiner Brust nahm er dann seine letzten Atemzüge.

Für mich war das der schlimmste Moment meines Lebens (und der schönste, denn zum ersten Mal konnte ich meinen Sohn im Arm halten) und von dort an hat sich meine gesamte Welt gedreht und für mich begann eine unglaubliche Reise durch Trauer und Wachstum. Ich habe so viele Dinge gelernt und gefühlt und geändert, nachdem Simon gestorben ist.

Viele Leute Fragen mich, was mir geholfen hat und ich muss sagen, dass es da natürlich kein Rezept gibt. Leider gibt es nichts, das allen hilft. Aber ich habe mich stark mit dem Thema Tod eines Kindes beschäftigt. Anstatt davor wegzurennen, bin ich da rein gegangen, proaktiv sozusagen. Ich habe Bücher gelesen. Ich habe einen Blog geschrieben. Ich habe Briefe an meinen Sohn geschrieben. Ich bin zu Trauergruppen gegangen. Ich hab geweint, geschrien und gewütet. Ich habe für Simon und für andere Sternenkinder genäht. Ich habe mir erlaubt zu trauern und ich habe mir erlaubt zu leben.

Julias Buchempfehlungen

  • Gute Hoffnung, jähes Ende*: Fehlgeburt, Totgeburt und Verluste in der frühen Lebenszeit. Begleitung und neue Hoffnung für Eltern von Hannah Lotrop
  • Es ist okay, wenn du traurig bist*: Warum Trauer ein wichtiges Gefühl ist und wie wir lernen, weiterzumachen von Megan Devine
  • Saying Goodbye* von Zoe Clark-Coates

Ich habe mich aus dem negativen Gedanken-Karussell befreit. Die Bücher, die ich gelesen habe, haben mir dabei sehr geholfen und ich habe mir erlaubt, Glaubenssätze zu entwickeln, gegen die sich manche Leute sträuben.

Wie kann ich durch diese Erfahrung wachsen? Was kann ich durch diese Erfahrung lernen? Ich habe mich persönlich von Therapie entfernt und bin mit Coaching-Literatur in Kontakt gekommen und ich glaube, dass das einen Unterschied für mich gemacht hat — den größten Unterschied, wenn es um die Thematik Heilung und Wachstum geht.

Mir haben aber Menschen gefehlt, die eine ähnliche Erfahrung gemacht haben und professionell helfen konnten. Ich habe nach Therapeuten gesucht, die sich auf Kindesverlust spezialisiert und die Erfahrung gemacht haben, ein Kind zu verlieren. Für mich hat es einen wesentlichen Unterschied gemacht. In Trauergruppen allerdings hatte ich häufig das Gefühl, dass wir uns gegenseitig herunterzogen. Grundsätzlich habe ich da nichts gegen einzuwenden. Es war der sichere Ort, an dem man einfach alles rauslassen konnte, aber ich wollte auch vorwärts und nicht nur rückwärts gehen.

Deshalb habe ich mich dafür entschieden, Coaching zu studieren, um die Methoden meiner eigenen Heilung zu verstehen, zu vertiefen und anderen Müttern nach Kindesverlust zu helfen, ihren Verlust zu transformieren. Trauer wird zu Wachstum, Verlust wird zur Liebe. Für mich ist dabei wichtig, dass es nicht darum geht, die Erfahrungen und Gefühle zu verdrängen und sich einfach auf etwas anderes zu konzentrieren, sondern es geht darum, die Gefühle umzuwandeln. Therapeuten bleiben häufig in der Vergangenheit. In meinem Coaching geht es darum, die Brücke zu finden für die Zukunft, die wir uns wünschen. Es geht darum, herauszufinden, welche Person wir in dieser Zukunft sein wollen.

Ich hatte eine ganz klare Vision von mir: frei, kraftvoll, glücklich, gesund, selbstbewusst. Und genau da bin ich angekommen. Dafür musste natürlich auch viel geheilt werden.

Das ist immer das Ziel meiner Arbeit. Ich möchte Frauen dabei helfen, aus der Opferhaltung herauszukommen. Ich möchte ihnen zeigen, wie stark sie sind, wie viel Kraft sie haben und wie viel Einfluss sie auf ihr Leben haben, auch wenn sie ein solch traumatisches Erlebnis hatten, auf das sie keinen Einfluss hatten.

Willst du uns mehr von Simon erzählen?

Ja, sehr gerne.

Im Frühjahr 2015 haben mein langjähriger Partner und ich die Entscheidung getroffen, dass wir bereit waren, Eltern zu werden. Ich habe mein Leben lang mit Kindern gearbeitet und kam gerade von einem Auslandssemester aus London zurück. Dort hatte ich Vollzeit als Au Pair für eine alleinerziehende Mutti gearbeitet, die selber auch Vollzeit arbeitete. Die Kleine war gerade 11 Monate alt, als ich eingezogen bin. Zuvor wollte ich Kinder haben, aber war sehr unentschlossen, ob das während des Studiums eine gute Idee wäre. In meinem Kopf habe ich mir das sehr problematisch vorgestellt, aber seit meinem Auslandssemester war mir klar, dass ich nicht länger warten wollte.



Ich war 27 Jahre alt und kurz davor, meine Bachelorarbeit anzumelden. Mit meinem damaligen Partner war ich bereits 11 Jahre zusammen und wir lebten zusammen in seinem Haus, das genug Platz für uns und ein Kind bot.

Ein halbes Jahr später, im September 2015, hielt ich meinen positiven Schwangerschaftstest in der Hand. Ich konnte es erst gar nicht glauben, weil es keine Anzeichen dafür gab, dass ich regelmäßig meinen Eisprung hatte, nachdem ich die Pille abgesetzt hatte.

Ich kann mich noch genau an den Tag und die Freude erinnern, als ich die zwei Streifen auf dem Test gesehen habe. Es war nicht der erste Test, den ich gemacht hatte.

Meine Schwangerschaft war unkompliziert und alle Tests boten keinen Grund zur Sorge. Ich verbrachte die Zeit damit, meine Bachelorarbeit zu schreiben und hatte bereits einige Kurse für mein Masterstudiengang angefangen.

Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich es sicherlich etwas ruhiger angehen lassen. Das ist eines der Dinge, die ich dank Simon gelernt habe. Ich denke nicht, dass meine Zeitplanung und Strebsamkeit einen Einfluss auf den Ausgang der Schwangerschaft hatten, aber rückblickend wünschte ich, ich hätte diese Zeit mehr genossen und meine Schwangerschaft voll ausgekostet.

Nichtsdestotrotz habe ich mir Zeit für die Schwangerschaft genommen. Ich habe Briefe ans Simon geschrieben, die ich ihm an seinem vierzehnten und achtzehnten Geburtstag geben wollte und alle Ultraschall- und Arzttermine dokumentiert. Ich habe mit ihm gesprochen und Meditationen gemacht, die den Zweck haben sollten, mit ihm zu kommunizieren und ihm mitzuteilen, wie sehr ich ihn liebte. Ich habe mich belesen über natürliche Geburten, Homöopathie und Tragetücher.

Ich kann mich noch sehr genau erinnern an den Tag, an dem ich meinen Eltern mitgeteilt habe, dass ich schwanger wäre. Sie haben beide im Abstand von vier Wochen Geburtstag und haben diesem im Urlaub verbracht, also haben beide ihre Geschenke zusammen bekommen. Ein zerknülltes Ultraschallbild in einem Überraschungsei (dem Gelben Plastik-Ei, das man in dem Ü-Ei hat). Beide waren überwältigt vor Freude. Ähnlich ging es dem Rest meiner näheren Verwandtschaft, die diesen Moment mit uns erleben konnten.

Ein paar Wochen später war die große Geburtstagsfeier mit der ganzen Familie und dem Freundeskreis meiner Eltern. Es war eine sehr große Feier, da meine Eltern beide 50 geworden waren. Wir hatten uns vorher dazu entschlossen, nichts von meiner Schwangerschaft zu sagen, da ich die zwölfte Woche noch nicht erreicht hatte. Mein Onkel hat die Überraschung dann allerdings trotzdem ausgeplaudert, was uns amüsiert den Kopf schütteln ließ. Wenn wir es nicht hätten geheimhalten wollen, wäre es meiner Ansicht nach schon unser Privileg gewesen, anderen als Erstes von der Schwangerschaft zu erzählen.

Heute sehe ich die Ironie in der ganzen 12-Wochen-Geheimhaltungs-Geschichte. Ich bin froh, dass sowohl meine Familie als auch meine Freunde von Simon wussten und ihn so mit mir schon während meiner Schwangerschaft lieben lernen konnten. So konnten sie auch ein wenig meines Schmerzes mit mir teilen oder verstehen.

Im Februar 2016 bekam ich unerwartet Wehen. Wir hatten gerade begonnen, die Möbel für Simons Zimmer zu kaufen. In den Wochen zuvor hatten wir verschiedene Krankenhäuser besucht, um uns zu entscheiden, wo die Geburt stattfinden sollte. Mir war wichtig, dass es eine natürliche Geburt wäre und dass die Hebammen offen wären für alternative Medizin.

Nachdem die Wehen nicht nachließen und ich feststellte, dass ich auch blutete, rief ich einen Krankenwagen und diskutierte mit den Sanitätern darüber, in welches Krankenhaus sie mich senden würden. 

Dort, wo ich wohnte, gibt es zwei Krankenhäuser, die von den Krankenwagen angefahren werden und die Geburtsstationen haben. Der Sanitäter, mit dem ich sprach, wollte mich in das nahe gelegene Krankenhaus bringen, was etwa 5 bis 10 Minuten schneller gewesen wäre. Dieses hatte ich allerdings mit meinem damaligen Partner einen Tag vorher angesehen, um die Geburtsstation kennen zu lernen und wir hatten erfahren, dass sie dort Entbindungen erst ab der einunddreißigsten Schwangerschaftswoche durchführten. Alles andere verwiesen sie zum nächsten Krankenhaus, das auch für Frühchengeburten gerüstet war.

Ich diskutierte bis aufs Blut, dass sie mich doch bitte in das Krankenhaus mit Frühchenstation bringen sollten. Der Sanitäter war der Meinung, das wäre nicht nötig. Ich wusste aber, dass etwas nicht in Ordnung war. Meine Intuition sagte mir, dass das nicht nur ein Kontrollbesuch im Krankenhaus würde.

Es war der Krankenwagenfahrer, der am Ende mit dem Sanitäter diskutierte und sagte, er fahre mich in das Krankenhaus, in das ich wollte. Ich bin so dankbar für die Unterstützung und das Vertrauen, dass dieser Fremde in mich hatte. Ich bin auch sehr dankbar und erstaunt, dass ich diese Kraft hatte, für mich einzustehen. Ich denke fast, dass es leichter war, weil ich mehr für meinen Sohn gekämpft habe als für mich.

In anderen Fällen gab ich damals häufig nach, um Konflikte zu vermeiden.

Als ich ins Krankenhaus kam, war mein Muttermund schon so weit geöffnet, dass wehenhemmende Mittel keinen Unterschied mehr gemacht hätten. Ich bin immer noch erstaunt darüber, wie lange ich wartete, bis jemand überhaupt einen Ultraschall gemacht hat und sich meinen Muttermund angesehen hat. Ich hatte kein Zeitgefühl, das Warten fühlte sich aber wie eine Ewigkeit an.

Dann brachten mich Ärzte in einen Raum, legten mich auf ein Bett und verschwanden wieder. Als die Ärztin wieder kam, einen Ultraschall machte und sich meinen Muttermund ansah, ging allerdings alles  auf einmal ganz schnell.

Eine Notgeburt wurde eingeleitet. Ich unterzeichnete irgendwelche Absicherungsverträge und die Ärzte setzten mich unter Narkose.

Als ich aufwachte, war meine Familie bei mir. Simon nicht. Er war auf der neonatalen Station, die dieses Krankenhaus zum Glück hat. Die nächsten Stunden und Tage waren verschwommen für mich.

Schock, Medikamente und Schmerzen trugen ihren Teil dazu bei. So schnell es ging, ließ ich mir einen Rollstuhl besorgen, da ich durch den Notkaiserschnitt noch nicht laufen konnte. Mein  Partner rollte mich zu Simon.

Dort lag er umgeben von Kabeln im Brutkasten, Blutergüsse am ganzen Körper. Er sah proper aus, aber die Ärzte erklärten mir, dass er durch die Blutergüsse angeschwollen sei.

Dieses Gefühl von Liebe und Schmerz werde ich genauso wenig vergessen wie das Bedürfnis, dieses kleine, wunderschöne Wesen in meine Arme zu nehmen, zu halten, zu wärmen, zu küssen.

Meine Gedanken drehten sich darum, dass das alles nicht so sein sollte. Er sollte behütet in mir sein, wachsen in Sicherheit und nicht umgeben von all diesen Geräten und Geräuschen. Ich kann mir nicht vorstellen, welche Angst Simon durchlebt haben muss und ich hatte keine Möglichkeit, sie ihm zu nehmen.

Die nächsten fünf Tage habe ich so viel wie körperlich möglich neben Simon verbracht. Gedanklich mit meiner Vibration habe ich ihm Liebe, Ruhe und Kraft gesendet. Täglich habe ich mit einer Muttermilchpumpe versucht, meine Muttermilch abzupumpen. Tag für Tag wurde es mehr, Simon nahm allerdings immer weniger davon auf.

Täglich, ich kann mich an die Details nicht erinnern, hatte er eine Operation bedingt durch irgendeine neu auftretende Komplikation. An Tag 4 fingen die Ärzte an, uns auf eine mögliche Entscheidung vorzubereiten. Scans des Gehirns zeigten eine hohe Wahrscheinlichkeit an hochgradigen körperlichen und geistigen Behinderungen.

Mein Partner und ich sollten darüber nachdenken, ob wir ein Leben für uns und Simon wünschten, in dem unser Sohn nur vor sich hin vegetieren würde. So schwierig es war und so wenig ich es wollte, fingen wir an, über unsere Optionen zu sprechen. Ich argumentierte, dass ich stark genug wäre, mich um unseren Sohn zu kümmern. Schließlich liebte ich ihn bedingungslos. Mein Partner glaubte mir, aber sagte, das sei nicht das, was er unserem Sohn wünschte. Ich stimmte zu, aber ich wusste nicht im Geringsten, welche Entscheidung wir treffen sollten. 

Ich erinnere mich vage, dass wir an diesem Abend keine Entscheidung trafen. Nach unserem Gespräch  versuchten wir, zu schlafen (mein Partner durfte in dieser Nacht im Krankenhaus bleiben). Da stürmte eine Ärztin ins Zimmer und sagte, wir sollen zu Simon kommen.

Ich erinnere mich, dass mir auf dem Weg zu Simon unendlich kalt war. Ich sehe den leeren, ruhigen Flur und künstliches gelbes Licht, der Rest allerdings ist verschwommen. Vielleicht bin ich gelaufen, vielleicht aber auch im Rollstuhl geschoben wurden. Traumatische Erinnerungen sind häufig widersprüchlich. 

Als wir ankamen, erklärten uns die Ärzte, dass Simon eine weitere Komplikation erlittet hätte. Damit er überlebte, müssten sie jetzt eine weitere Operation anfangen mit einem sehr hohen Risiko, dass er diese nicht überleben würde. Oder sie könnten Simon Morphium geben, die Geräte abstellen und er könnte in unseren Armen sterben.

Für mich war klar, dass Simon uns die Entscheidung abgenommen hatte.

Das Nächste, woran ich mich erinnern kann, ist, dass ich in Simons Zimmer auf der neonatalen Station saß. Ich vermute, ich hatte nur einen Bademantel an. Auf jeden Fall lag mein Baby auf meiner Brust.

Zum ersten Mal hielt ich mein Baby im Arm, spürte seine warme Haut auf meiner Haut.

Zum ersten Mal und zum letzten Mal.

Mir kommen jedes Mal, wenn ich das lese, die Tränen. Danke dir, Julia, dass du so stark bist, Simons Geschichte mit uns zu teilen! 
Du hast bereits gesagt, dass du sehr offensiv mit deiner Trauer umgegangen bist.
Wie war das für dich und die Menschen um dich herum?

Eines der ersten Dinge, die ich gemachte habe, ist mir drei Bücher über den Verlust eines Neugeborenen oder Kinder im Allgemeinen zu bestellen und ich glaube, diese habe ich dann in kürzester Zeit gelesen.

Ich muss dir ganz ehrlich sagen, dass die erste Zeit, nachdem Simon gestorben ist, genauso verschwommen ist wie die Zeit im Krankenhaus.

Rückblickend würde ich sagen, dass ich in den ersten Tagen (oder Wochen) nur zum Teil verarbeitet habe, was passiert war. Mein Kopf hat es verstanden und darüber gelesen, mein Herz auf der anderen Seite war ziemlich taub und hat die Gefühle nur in Wellen hereingelassen. Das ist ein sehr guter Schutzmechanismus, der uns in wirklich schwierigen Situation dabei hilft, nicht unterzugehen. Allerdings führt er häufig auch dazu, dass wir unser Herz auch für die guten Dinge verschließen, und dass die Gefühle, die wir haben, stoßartig und überwältigend aufkommen. Für eine gewisse Zeit ist das aber gut und normal. Es hilft uns dabei, zu funktionieren.

In den ersten Tagen, nachdem wir aus dem Krankenhaus kamen, waren wir bei meinen Eltern.

Für uns alle war das eine Ausnahmesituation, in der wir uns hilflos fühlten. Ich glaube, alle haben das gemacht, was sie am besten konnten, womit sie sich am sichersten fühlten. Meine wunderbaren Eltern haben uns verpflegt. Es war sehr ruhig im Haus und wir mussten anfangen, uns um die Beerdigung zu kümmern.

Wir haben uns einen Bestatter gesucht, der es uns möglich machte, die Urne mit nach Hause zu nehmen. Bei uns in Deutschland ist das verboten, für mich schien es aber absurd, meinen kleinen Simon auf dem Friedhof neben den alten Leuten zu begraben.

Meine Mutti hatte sich irgendwann mal aus der Zeitung eine Werbeanzeige ausgeschnitten, in der es darum ging, dass die Einäscherung einer Person außerhalb von Deutschland geschieht und die Asche dann auf der grünen Wiese oder in einem Fluss in diesem Land verstreut werden kann. Das Bestattungsunternehmen hatte sich darin spezialisiert, diese Grauzone zu nutzen und die Asche wieder nach Deutschland einzuführen.

Für mich ist es unverständlich, dass es in Deutschland nicht erlaubt ist, die Asche in einer Urne mit nach Hause zu nehmen. Wir haben etwas, das sich Friedhofszwang nennt, dabei gibt es so viele wundervolle Sachen, die man mit der Asche eines Verstorbenen machen kann.

In Neuseeland gibt es diesen Zwang nicht und ich habe viele Frauen getroffen, die die Asche ihres Kindes als Amulette um den Hals tragen oder die sie in einem Plüschteddybären aufbewahren, der auf Ausflügen mit den anderen Kindern mitkommt und immer mit am Tisch sitzt.

Ich bin sehr dankbar, dass wir in meiner Familie sehr offen über den Tod reden, auch wenn es nicht immer leicht ist.

Nachdem wir einen Tag, nachdem Simon in meinen Armen gestorben war, mit einem Bestatter gesprochen hatten, mussten dann noch andere Dinge organisiert werden. Wir fuhren zum Amt, um Geburts- und Todesurkunde zu erhalten.

Wie haben die Menschen in eurem weiteren Umfeld reagiert? Habt ihr sie sofort informiert, oder hast du in den nächsten Tagen noch Nachfragen bekommen, wann denn das Baby zur Welt käme?

Die meisten Menschen in unserem Umfeld haben wir informiert, als Simon geboren wurde, aber nicht, nachdem er verstorben ist. Einige hatten schon Karten ins Krankenhaus geschickt oder auf jeden Fall ganz liebe Nachrichten.

Unsere engsten Verwandten und Freunde kamen uns noch bei meinen Eltern besuchen. Viele wussten nicht genau, wie sie damit umgehen sollten. Ich kann das gut nachvollziehen. Es ist so eine unvorstellbare Situation und der Umgang mit Trauer ist in unserer Gesellschaft einfach nicht ausgeprägt. Es wird nicht leichter, wenn es um den Tod eines Kindes geht.

Es gibt Dinge, die Menschen sagen, um uns zu trösten, die häufig das Gegenteil verursachen. Im Allgemeinen habe ich gelernt, das Trösten uns am wenigsten hilft.

Trösten ist definiert als ‚durch Teilnahme und Zuspruch jemandes Leid lindern’. Klingt erstmal ganz gut, richtig? Aber das Leid gehört uns. Das Leid ist Teil unserer Trauer und unserer inneren Welt. Jemand, der ein Kind verloren hat, sollte Erlaubnis haben zu leiden, egal wie unbequem es für die anderen ist.

Das ist es nämlich, was es häufig ist. Ja, wir wollen helfen. Wir wollen, dass es dem anderen besser geht. Häufig aber wollen wir das, weil wir selber nicht wissen, wie wir mit der Trauer der anderen umgehen sollen. Wir fühlen uns seltsam neben dieser Person, die einen so großen Schicksalsschlag erlitten hat.

Häufig lindern wir das Leid anderer nicht, wenn wir sie trösten. Stattdessen sagen wir ihnen, dass sie nicht leiden sollten, dass ihre Trauer nicht gerechtfertigt ist.

„Vielleicht war es besser so“, „ihr könnt ja noch andere Kinder haben“, „das Leben geht weiter“, „wenigstens geht es dir gut“ oder „in einer anderen Zeit wärst du auch gestorben“. Das ist manchmal der Zuspruch den man bekommt, wenn man getröstet wird.

Als kleine Nebenbemerkung möchte ich sagen, dass wir das häufig auch mit Kindern so machen, wenn sie Leiden. Wie häufig haben wir gehört, „Bis du verheiratet bist, ist es vorbei“?

Aber was sagen uns all die Aussagen? Deine Gefühle sind nicht richtig, weil diese Situation irgendwann vorbei ist und weil es noch schlimmer gehen könnte.

Ich persönlich denke, es sollte nicht darum gehen, jemandem das Leid zu nehmen, weder Kindern noch Erwachsenen, sondern darum, sie in ihrem Leid zu begleiten. Ja, dabei wird es sicher auch etwas gelindert. Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Was mir am meisten geholfen hat, waren Freunde, die etwas sagten wie: „Es tut mir so leid. Niemand sollte so eine Erfahrung machen. Ich bin hier. Willst du mir mehr darüber erzählen oder sollen wir einfach nur hier sitzen oder etwas ganz anderes machen?“

Manchmal ist eine Umarmung genug. Manchmal hilft jemand, der zuhört und manchmal braucht man auch die Ablenkung.

All meiner Kritik möchte ich aber noch hinzufügen, bitte jetzt keine Angst vor trauernden Freunden und Familienmitgliedern zu haben. Dasein ist natürlich das Wichtigste, auch wenn man Gefahr läuft, etwas „Falsches“ zu sagen, zu hören und nachfragen. Habt Verständnis und fühlt euch nicht zurückgewiesen, wenn die andere Person sich weniger treffen möchte als zuvor oder andere Prioritäten hat.

Für trauernde Eltern mit Freunden und Verwandten, die nicht wissen, was sie sagen sollen oder wie sie reagieren und dass einige der Kommentare einfach wehtun, gibt es aber auch einige Dinge, um in ihrer Kraft zu bleiben. Häufig ist das, was die Leute sagen, nicht das, was sie eigentlich meinen. Sie wissen es nur nicht besser. Manchmal hilft es einfach, tief ein- und auszuatmen und den Kommentar zu vergessen.

Wie ging es für euch nach diesen ersten Tagen weiter?

Das Leben ging weiter. Sagt man das nicht so?

Wir haben uns an das geklammert, was wir kannten und versucht, die Tage so schön wie möglich zu gestalten. Ein Ausflug hier, ein Treffen mit Freunden dort. Mein damaliger Freund ist ein paar Tage später wieder zur Arbeit gegangen.

Ich hatte Semesterferien beziehungsweise vorlesungsfreie Zeit für die folgenden zwei Monate. Ich suchte mir eine Trauergruppe, in der ich wundervolle Menschen kennengelernt habe, die ein ähnlich Schicksal erlebt haben.

Natürlich war nicht alles einfach. Obwohl ich versucht habe, meine Trauer zu verarbeiten, Simon Briefe geschrieben habe, für andere Sternenkinder und Frühchen genäht habe, über Simon gesprochen habe, gab es auch viele Momente, in denen ich nicht wusste, wie ich mit meiner Trauer und meinen Gedanken umgehen sollte.

Ich habe auf jeden Fall für eine Weile zu viel und zu regelmäßig getrunken; ich habe mich abgelenkt, verdrängt und mich auch wieder in die Uni gestürzt.

Das Leben fühlt sich in dieser Situation ein bisschen an wie eine Parallelwelt. Es gibt viele Eckdaten, die sich irgendwie falsch anfühlen. Momente, Tage und Situation, die man sich ausgemalt hatte. Der Geburtstermin, der eigene Geburtstag, Weihnachten und vieles mehr. Zurück an die Uni zu gehen war eine gute Ablenkung, aber auch hier hatte ich mir eigentlich ausgemalt, wie ich mit Baby in der Uni sein würde. Natürlich war diese Vorstellung eine Traumwelt, ein Ideal, in dem ich nicht überfordert, sondern ganz entspannt und liebevoll mit einem gesunden und ruhigen Baby im Vorlesungssaal sitzen würde.

Abgesehen von dem Gefühl, das die Welt irgendwie „falsch“ war, habe ich auch angefangen, mein Leben zu hinterfragen. Was will ich? Wer bin ich? Wer will ich sein?

So bin ich in Kontakt mit der Coachingwelt gekommen und habe mich sehr viel mit meinen inneren Glaubenssätzen und meinen Bedürfnissen auseinandergesetzt. Es war der Moment, in dem ich das Gefühl hatte, dass Trauergruppen und Therapie mich nicht mehr weiter brächten.

Ich stand wieder vollkommen im Leben, aber innerlich habe ich mich leer gefühlt und gewusst: Ich wollte mehr vom Leben.

Ja, ich wollte Mama sein, aber das sollte nicht meine Identität sein. Ich glaube, wenn wir unser Glück von einem Kind abhängig machen, dann legen wir eine große Verantwortung auf dieses Kind — eine Verantwortung, die niemand tragen sollte.

Ich wollte also herausfinden, was mich glücklich machte, bevor ich wieder schwanger würde. Das wollte ich auch leben; als Vorbild für meine Kinder und natürlich für mich selbst.

Es war vor allem das Thema Reisen, das mich zum Nachdenken brachte. Irgendwie konnte ich mir nicht vorstellen, mein Leben an einem Ort zu verbringen. Haus, Garten, Kinder, alles superschön, aber nicht, ohne mehr erlebt zu haben.

Coaching hat mich dann weitergebracht und meine persönliche Form von Spiritualität. Es war wichtig für mich, mir die richtigen Fragen zu stellen und vor allem, sie ehrlich zu beantworten.

Für mich persönlich bedeutete das zu reisen. Ich wollte weit weg. Meine Cousine hatte zuvor ein paar Monate in Neuseeland als Au Pair verbracht und war seitdem von dem Land fasziniert. Diese Erfahrung wollte ich auch sammeln. Nach dem Abi hatte ich schon den Plan, mit meiner besten Freundin nach Australien oder Neuseeland zu gehen. Aber als meine Freundin absage, habe ich mich von sich sorgenden Familienmitgliedern und meinem Freund überreden lassen, doch lieber in Deutschland zu bleiben. Angst hatte mich zurückgehalten, etwas Neues zu probieren und meine Träume zu verwirklichen.

Mit Simons Tod und den richtigen Coachingimpulsen gelangte ich zu der Einsicht, dass ich das Schlimmste bereits erlebt hatte. Was auch passieren würde, ich wusste, dass ich stark war und ich hatte alle Ressourcen bereits in mir. Die Liebe, die ich für Simon spürte, würde ich immer mit mir tragen, genauso wie die Kraft, die ich in mir erkannt hatte.

Ich begann zu planen und lernte mehr über Beziehungen und Koabhängigkeit. Nach einigen Diskussionen über meine Bedürfnisse zu reisen und über die Frage, ob mein damaliger Partner mitkommen würde, stand für mich fest, dass ich mich nicht mehr zurückhalten lassen würde.

Wöchtenliche Updates zu neuen Beiträgen

Ich beendete unsere zwölfjährige Beziehung. Diese Entscheidung fiel mir nicht leicht. Meinen langjährigen Lebensbegleiter so zu verletzen, zerbricht mir heute noch das Herz. Trotzdem war es eine der besten Entscheidungen, die ich in meinem Leben getroffen habe.

Die Zeit kurz danach war für mich geprägt von sehr vielen Erkundung, Freiheit, Party. Vielleicht war es auch ein Wegrennen vor meinen Gefühlen und meinem vorherigen Leben. Während der ganzen Zeit habe ich allerdings immer wieder meine Geschichte erzählt. Es fühlte sich fast an wie ein Drang, Simon mit der Welt zu teilen.

Im Februar 2017, ein Jahr, nachdem Simon in meinen Armen gestorben war, flog ich nach Neuseeland und stürzte mich in ein neues Abenteuer.

Hier lernte ich meinen jetzigen Mann kennen, machte eine Coachingausbildung und startete Heal Your Heart After Baby Loss, dass sich seitdem in Grieve and Grow weiterentwickelt hat.

Mein Weg ist auf keinen Fall geradlinig verlaufen und definitiv nicht einfach gewesen. Mittlerweile bin ich in Argentinien und ich hoffe, dieses Jahr für eine Weile nach Deutschland zu kommen. Simon ist immer noch mein einziges Kind. Für seinen sechsten Geburstag habe ich auf Facebook und Instagram eine live Healing Session angeleitet und über meine Erfahrungen und das was ich gelernt habe gesprochen. 

Es ist definitiv nicht, wie ich mir das Leben vor sieben Jahren ausgemalt habe.

Willst du noch ein Kind bekommen? 

Ja, ich möchte noch Kinder haben. 

Glaubst du, die Angst kehrt zurück, so etwas nochmals zu erleben?

Auf jeden Fall! Die Angst wird immer da sein. Es ist ja auch nicht unrealistisch, dass etwas Ähnliches wieder passiert. Es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass ich niemals Kinder haben werde. Ich sehe genug Frauen, die genau diese Erfahrungen machen.

Kindesverlust, künstliche Befruchtung, Kindesverlust…

Im Leben geht es darum, Dinge zu tun, obwohl man Angst hat, dass etwas schief gehen könnte. Ich will diesen Schmerz, den Verlust, auf gar keinen Fall noch einmal erleben, aber ich weiß, dass ich es überleben würde.

Meine Intention ist es, meine nächste Schwangerschaft auf jeden Fall voller Liebe und Vertrauen zu erleben. Aber ich weiß, dass es Momente geben wird, in denen mich ein Ziehen im Unterleib in Panik versetzen wird. Ich weiß auch, wie wichtig es ist, auf meine Intention zu hören und ich werde sicherlich mehr kontrollieren, als ich es in meiner vorherigen Schwangerschaft getan habe. Und das ist okay.

Ich habe gelernt, dass meine Gefühle Teil von mir sind und dass ich sie fühlen kann, egal wie stark sie sind. Ich habe gelernt, dass meine Gedanken und Glaubenssätze nicht immer richtig sind und dass ich sie hinterfragen oder vorbeiziehen lassen kann. Ich kann Dinge tun, die schwierig sind und die mir Angst machen.. 

Und dieser Gedanke ist es auch, den du anderen Frauen mitgibst, die durch eine ähnliche Situation gegangen sind?

Ja, auf jeden Fall. Es gibt vieles, was ich anderen Frauen in einer ähnlichen Situation mitgeben möchte. Unsere Gedanken und Glaubenssätze sind nicht immer wahr.

Gefühle sind da, um sie zu fühlen. Es geht nicht darum, sie wegzudrücken, sondern darum, zu lernen, sie liebend anzunehmen, auch wenn sie nicht angenehm sind.

Es ist wichtig, wieder in die eigene Kraft zu kommen und Einfluss auf das zu nehmen, was wir beeinflussen können. Deine Gedanken, Gewohnheiten, Rituale, wie du mit anderen Menschen umgehst, wie du mit dir selber umgehst und mehr.

Genauso ist es wichtig, sich dem Leben hinzugeben. Es gibt einfach Dinge, auf die wir keinen Einfluss haben und leider gehört der Tod dazu. Wenn wir uns dem, was ist, widersetzen, es bekämpfen, dann können wir nur verlieren. Wir können die Vergangenheit nicht ändern und je mehr wir uns auf die Gedankenspirale einlassen, dass etwas nicht hätte passieren dürfen, desto mehr leiden wir.

Es gibt viele Tools, die dabei helfen mit Trauer und Trauma umzugehen, die ich anderen Frauen beibringe.

Macht dich diese Arbeit nicht auch immer wieder traurig?

Ich muss ganz ehrlich sein: Das ist, glaube ich, die schwierigste Frage von allen. Wenn mir Frauen ihre Geschichte erzählen, mit Tränen in den Augen und voller Schmerz, fühle ich diesen auch. Er ist allerdings anders, als wenn ich selber drin stecke. Es ist schwer zu beschreiben, aber ich fühle mich wie ein Katalysator. 

Ich fühle die Gefühle durch mich durchfließen. Sie sind da, aber ich weiß, dass sie nicht bleiben. Traurigkeit und Gefühle sind ja an sich nichts Schlechtes, wovor wir Angst haben müssen. Nur, wenn sie feststecken und sich im Unterbewussten auf unseren Körper, unseren Geist und unser Leben auswirken, sind sie natürlich nicht gut für uns, obwohl sie auch dann einfach nur da sind, um uns mitzuteilen, dass wir noch etwas heilen dürfen.

Also ja, manchmal werde ich traurig, aber das ist okay für mich und ich kämpfe nicht dagegen an. Ich glaube, meine Empathie ist Teil meiner Stärke. Sie hilft mir dabei, andere so zu sehen, wie sie sind, ohne sie und ihre Gefühle verändern zu wollen. 

Liebe Julia, ich danke dir sehr für dieses wunderbare Interview und wünsche dir von ganzem Herzen alles Gute!

Foto von Julia Gohlke auf Ich Gebäre

Julia Gohlke

Julia ist Trauerbegleiterin und Lebensberaterin und spezialisiert auf die Arbeit mit verwaisten Eltern und Sterneneltern. Basierend auf ihren persönlichen Erfahrungen und in Verknüpfung mit nachgewiesenen und nachhaltigen Techniken und Tools, hilft sie Eltern nach dem Verlust eines Babys dabei, ihre Trauer und ihr Trauma zu transformieren und Kraft für ihr weiteres Leben zu schöpfen. Julia arbeitet sowohl auf deutsch als auch auf englisch. Du erreichst Julia unter juliagohlke.de oder auf Social Media:

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