Entbindung: Warum ich mein Kind nicht entbinde

Viele Menschen in meinem persönlichen Umfeld sprechen von der Geburt als „Entbindung“. Ich persönlich wehre mich gegen diesen Wortgebrauch.

Entbindung kommt vom Mittelhochdeutschen „enbinden“, was soviel bedeutet wie „losbinden“.

Dies ist Teil 2 der Serie „Gebären statt entbinden„.
Hier– kommst du zu Teil 1 der Serie.

Es beschreibt den Geburtsvorgang aus der Sicht der Hebammen, Geburtshelfer oder Ärzt*innen, wenn diese das Kind zur Welt bringen. Selten nur benutzt eine Frau das Wort in der aktiven Form („ich entbinde mein Kind“).

Ursprünglich meint der Begriff, das Kind von der Nabelschnur „loszubinden“, also die Nabelschnur zu durchtrennen. In diesem wörtlichen Sinne ist es möglich, dass du dein Kind entbindest, dass das medizinische Personal dein Kind entbindet, oder auch, dass dein*e Partner*in das Kind entbindet. Und in diesem wörtlichen Sinne bleibt wohl keinem Kind die „Entbindung“ erspart.

Ich benutze das Wort dennoch nicht

  • Erstens ist für mich der Prozess der Geburt so viel mehr als nur das Durchtrennen der Nabelschnur.
  • Zweitens möchte ich mich selber in den Vordergrund rücken, mich und das, was ich zu der Geburt beitrage. Ich spreche deshalb viel lieber von „Geburt“ statt „Entbindung“, von „gebären“ oder „zur Welt bringen“ statt „entbinden“ oder „entbunden werden“.
  • Und drittens klingt für mich „Entbindung“ auch nach „weniger Bindung zu meinem Kind“. Das möchte ich nicht. Nach der Geburt sind mein Kind und ich nicht emotional von einander entkoppelt, sondern uns nach wie vor sehr nahe — nur eben nicht mehr als Kombination aus Schwangerer und Ungeborenem, sondern als Mutter und Säugling.

Welchen Begriff nutzt du? Und wie kamst du zu dieser Einstellung?

Lies auch- hier– für eine Übersicht über die verschiedenen Begriffe zur Geburt und- hier– für eine Erklärung zum Begriff „Wehe“.

51 Gedanken zu „Entbindung: Warum ich mein Kind nicht entbinde“

  1. war mir gar nicht bewusst, dass Leute von Entbindung sprechen, wenn sie im Freundeskreis bzw. im alltäglichen Gebrauch über die Geburt reden. Bei uns heißt es Geburt. Egal ob per Kaiserschnitt oder vaginal. Zum Punkt Bindung: Die Geburt ist der erste Schritt eines langen Loslösungsprozesses!

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    • Liebe Tatjana,
      ich fand es auch komisch, als mich eine Freundin fragte: Wo hast du entbunden?
      „Geburt“ nutzen viele, aber „gebären“ ist recht selten — zumindest in meiner Wahrnehmung. Es freut mich, wenn es bei dir anders ist!
      Und ich stimme dir zu: Der Loslösungsprozess ist mit dem Durchtrennen der Nabelschnur lange nicht abgeschlossen.
      Herzliche Grüße,
      Katharina

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      • Der wachsende Empfindungskult in Deutschland wird mir allmählich unerträglich. Kann man sich heute überhaupt nicht mehr sachlich und faktenbezogen unterhalten?
        Biologisch ist ein Mensch mit dem Durchtrennen der Nabelschnur selbständig lebensfähig, und der Kreislauf der Mutter von seiner Versurgungsaufgabe „entbunden“. Juristisch wird der konkrete Zeitpunkt der Geburt eines Menschen auf den exakten Moment des Durchtrennens der Nabelschnur festgelegt (das kann im Strafrecht und im Erbrecht bedeutsam werden).
        Also: Beim Prozess der Geburt wird das Kind geboren, die Mutter gebärt und das Ganze geschieht in der Regel durch die Entbindung mit Unterstützung einer Hebamme zu Hause oder in der Entbindungstation des Krankenhauses oder der Klinik.

  2. Von Ent-Binden kann zumindest im übertragenen Sinn noch keine Rede sein. In den ersten Monaten nach meinen beiden Geburten hatte ich, besonders wenn ich mitten in der Nacht wach wurde, so etwas ähnliches wie Phantomschmerzen. Anfangs im Unterleib, später an der Brust. Als ob ein Organ oder Körperteil fehlen würde.

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  3. Bei uns nennt man die Geburt auch Schlitzsprung. fand den Begriff eigentlich immer ganz süß weil die kleinen ja tatsächlich aus meinen Schlitz „gesprungen“ sind.

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  4. Kann ja jede machen, wie sie will, aber: mit Verlaub, wenn ein einziges, zugegeben vielleicht veraltetes Wort das einzige Problem zu sein scheint…

    Welchen Einfluss hat der für dem Geburtsvorgang verwendete Begriff auf dessen Ablauf?

    Und gibt es nicht schon genug Debatten über jeden einzelnen Aspekt des Themas „Mutterschaft“?
    Braucht es wirklich noch Diskussionen um „richtige“ Bezeichnungen?

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    • Ganz ehrlich: ich finde z.B. die ganze Diskussion ums Richtige Schreiben von Berufen und Personen absolut nicht zielführend. Es geht doch darum, offen für alle Geschlechter zu sein. Aber tatsächlich denken die meisten doch erst darüber nach, wenn die Diskussion hervorgebracht wird.
      Also ja, wir müssen immer wieder über Begriffe nachdenken, die in unserem Alltag normal zu sein scheinen. Darüber können wir über unser aller Geschichte und Kultur reflektieren.
      Seit wann wird von Entbindung bei einer Geburt gesprochen? Ging dies einher mit einer Praxis, die tatsächlich eine Trennung von Mutter und Kind bedeutete? Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Abnabelung (auch so ein bedeutungsvolles Wort)? Und wer sollte darüber entscheiden?
      Ich musste an das Wort Entbindung auch immer während der Eingewöhnung in die KiTa denken oder beim Abstillen und konnte mich darüber auf diesen Schritt des Loslassens vorbereiten.
      Ja, Wörter haben eine Bedeutung und können auch eine bestimmte Haltung widerspiegeln.
      Meine dritte Geburt war ein sogenannter „Sternengucker“, wobei er ganz und gar nicht Richtung Himmel geschaut hat. Meine Hebamme meinte sofort, dass dieser Begriff ja wohl aus der Klinik kommt, wo Gebärende auf dem Rücken zu liegen haben. (Zumindest als der Begriff entstand.)
      Weil mein Sohn neben der ganzen Kraft dann auch noch so viel Ausdauer zu seiner Geburt brauchte, habe ich den Begriff „Sternengucker“ für mich einfach anders interpretiert: wahrscheinlich wird mir mit drei Kindern nun noch mehr Geduld abverlangt, vielleicht ist er ein Träumerle, der gern in die Sterne guckt oder anderes beobachtet statt sich auf‘s Wesentliche zu konzentrieren und daher braucht er eben etwas länger, doch wir werden es unversehrt schaffen!

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    • Danke, genau so sehe ich es auch! Diese Bezeichnung kommt von früher, egal ob gebären oder entbinden. Das Kind muss irgendwie da raus. Da ist mir auch egal wie ich, oder die Fachkräfte dies nennen.

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    • Sie haben recht.. Ich Mutter von 4 Kinder und Oma.. Von 6 Enkelkinder und wenn unsre Schwiegertochter. Im Sommer 2023….ihr Kind wenn alles gut geht ihr Kind,,, geboren,, hat were das das 7te,Enkelkind…… Ich empfehle ihnen Psalm 139…Bibel AT zu lesen….

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  5. Ich glaube, dass es am Verb liegt. Es ist einfacher zu sagen, ich entbinde, ich habe entbunden, wo hast du entbunden, als: ich gebäre, ich gebar, wo hast du geboren…
    Auch klingt es passender zu sagen, meine Entbindung war ein … Erlebnis, als: meine Geburt war … da sagt man dann: die Geburt meines Kindes, obwohl es eigentlich auch die Entbindung meines Kindes und nicht meine Entbindung heißen dürfte.
    Am schlimmsten ist es aber, wenn man das Verb gebären in der 3. Person nutzt und sagt, sie gebärt. Das liest man überall, schrecklich. Es heißt richtig: sie gebiert!
    Also, wenn man sich Gedanken darüber macht, was schöner für einen klingt, was sich besser anfühlt usw. sollte man sich – aus meiner Sicht – zuerst über die richtige Grammatik klar werden. ?

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    • Hallo Reinhild,

      ich stimme dir vollkommen zu: Mir rollen sich auch immer die Fingernägel hoch, wenn ich „sie gebärt“ statt „sie gebiert“ lese oder höre. Und ja, Gebären als Verb ist schwieriger als entbinden. Ich finde, es ist trotzdem den Aufwand wert 😉

      Herzliche Grüße,
      Katharina

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  6. Unglaublich über welche Begrifflichkeiten wir uns in Deutschland Gedanken machen. Das unsinnige gendern ist offenbar nur der Anfang.
    Es gibt viele altdeutsche Ausdrücke dennoch sind sie Teil unserer Kultur wenn vielleicht auch nicht mehr unbedingt Teil unseres aktuellen Sprachgebrauchs.
    Die Geburts- wie auch die Entbindungsstation sind für mich gleichbedeutend. Ich kann wirklich diese Empfindung nicht nachvollziehen dass eine Mutter lieber auf einer Geburtsstation ihr Kind gebärt als auf einer Entbindungsstation entbindet. So ein Schwachsinn. Sind doch nur Begriffe. Bald bekommen wir noch baby:innen anstatt süße babys. Solche Diskussionen zerstören die Vielfaltigkeit unserer wunderbaren Sprache in der es viele Synonyme und Ausdrucksmöglichkeiten gibt um der Sprache Tiefe und Farbe zu verleihen. Das gehört für mich in die gleiche Schublade wie die Diskussion um Kindergeschichten die nun nicht mehr gedruckt werden weil in ihnen ein Farbiger oder ein Indianer vorkommt. Wirklich traurig dass wir unsere Sprache so mit Füßen treten.

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  7. Liebe Katharina,
    tolle Idee, die Frage.

    Auch ich bin der Meinung, daß die Wortwahl viel aussagt.
    Das trifft immer zu und sagt viel über die Person aus, die sich äußert. Besonders bei so einzigartigen und intimen Vorgängen wie einer Geburt ist eine adäquate Wortwahl wichtig.
    Mir gefaellt z.B. auch der Ausdruck „zur Welt gebracht“ sehr gut – hat etwas Mystisches.
    Eine Geburt ist einfach immer noch etwas Heiliges, etwas Unglaubliches, wie alles was in der Natur geschieht. Wenn man so will, auch nur etwas Alltägliches – kommt auf den Blickwinkel an und auf das Gefühl, des Betrachters.

    Liebe Grüße,
    Sabine

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  8. Ich kann Jule nur zustimmen.Mittlerweile wird jedes Wort so zerlegt…alle wissen was gemeint ist u bis hier machte ich mir keinerlei Gedanken darüber u auch zukünftig nicht.Dafür war ich viel zu sehr auf meine Babys selbst fokussiert …u später mit jeder neuen Besonderheit beschäftigt.Laßt doch den Wörtern einfach Oberbegriffe die jeder versteht u verdreht die Welt nicht noch mehr.Irgendwann werden unsere Kinder gar nichts mehr benennen können,weil es immer jemanden gibt dem ein Besseres Wort einfällt.Rot ist rot u Sie ist sie…Ich glaube es gibt weitaus wichtigere Dinge bei SchwNgerschaft u Geburt.Und…Losbinden …kurz u verständlich.

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  9. vielen Dank , das war auch mein Gedanke ob diese Damen keine anderen sorgen haben, wie Jahrhunderte sogar Jahrtausend alte Dinge die zum Leben gehören plötzlich in Frage zu stellen. Die Leute werden immer bekloppter , sorry anders kann ich es nicht betiteln.

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  10. Man kann alles zerreden,
    bzw. Worte, die es schon von jeher gibt zerpflücken. Jede(r) kann es nennen, wie er möchte. Aber bitte lasst doch die Allgemeinheit da raus, auch wenn ihr soviel Zeit habt, darüber Gedanken zu machen. Ist auch egal. Das Kind kommt so oder so! Und auch diesem unschuldigen Wesen wird es auch egal sein, wie Ihr diesen Vorgang nennt.

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  11. Der wachsende Empfindungskult in Deutschland wird mir allmählich unerträglich. Kann man sich heute überhaupt nicht mehr sachlich und faktenbezogen unterhalten?
    Biologisch ist ein Mensch mit dem Durchtrennen der Nabelschnur selbständig lebensfähig, und der Kreislauf der Mutter von seiner Versurgungsaufgabe „entbunden“. Juristisch wird der konkrete Zeitpunkt der Geburt eines Menschen auf den exakten Moment des Durchtrennens der Nabelschnur festgelegt (das kann im Strafrecht und im Erbrecht bedeutsam werden).
    Also: Beim Prozess der Geburt wird das Kind geboren, die Mutter gebärt und das Ganze geschieht in der Regel durch die Entbindung mit Unterstützung einer Hebamme zu Hause oder in der Entbindungstation des Krankenhauses oder der Klinik.

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  12. Über was sich Leute heutzutage alles Gedanken machen?!?! Wahnsinn! ?? Echt klasse! Am besten reden wir gar nicht mehr, wenn bei jedem Furz von einem Wort derart viel reinphilosophiert wird

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  13. Meiner Meinung nach, kommt es immer drauf an ob ich bei gewissen Wörtern oder Ausdrücken negative Empfindungen oder Gedanken habe.
    Ich habe nicht weniger oder mehr Bindung zu meinem Kind, wenn ich den Ausdruck Entbindung wähle.

    Man kann in allem was Negatives finden. Und ja, es gibt wahrlich wichtigere Dinge auf der Welt..

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  14. Es doch sehr schön von der Schreiberin erwähnt worden:
    ICH MÖCHTE MICH GERNE
    IN DEN VORDERGRUND STELLEN!
    Ja alles dreht sich ums eigene ICH !
    Was haben diese Menschen für einen Geltungswahn , jeder ist nur noch Willi -Wichtig!

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  15. Hast du keine anderen Probleme? Man kann alles in Zweifel stellen. Während du so einen Müll verzapft kümmere dich lieber um dein Kind. Meine drei sind auch ohne solche Debatten geboren und aufgewachsen. denk mal drüber nach. Vielleicht ist ja Blut morgen grün.

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  16. Ja, mein erster Gedanke war auch: Haben wir keine anderen Probleme auf der Welt.
    Zudem kenne ich niemanden, der eine Mutter gefragt hat, wie denn ihre Entbindung gewesen sei. Wo wohnst Du denn? Ländlich? Bei uns spricht man von Geburt. Beste Grüße, Britta

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  17. Ganz ehrlich, ich das Wort „gebären“ einfach nicht. Ein Kind „bekommen“ ist zwar streng genommen ebensowenig treffend wie „entbinden“, aber ich führe im Alltag ja auch keine phänomenologischen Diskussionen und denke, meine Bindung zu meinem Kind an ich trotzdem ausdrücken, ich wenn ich ein Wort benutze, das eben eine historisch gewachsene Bedeutung hat und heute nicht mehr als so treffend angesehen wird. Deswegen gleich die ganze Sprache neu zu erfunden, finde ich persönlich unnötig.
    Viele Wörter entsprechen heute nicht mehr ihrer ursprünglichen Bedeutung (toll, geil,…) – die benutze ich ja auch.
    Ich bin durchaus dafür, bedacht mit Sprache umzugehen, aber „gebären“ finde ich ungefähr so schön wie „Warzenvorhof“…

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  18. Neuer Versuch ?
    Ganz ehrlich, ich mag das Wort „gebären“ einfach nicht. Ein Kind „bekommen“ ist zwar streng genommen ebensowenig treffend wie „entbinden“, aber ich führe im Alltag ja auch keine phänomenologischen Diskussionen und denke, meine Bindung zu meinem Kind kann ich trotzdem ausdrücken, auch wenn ich ein Wort benutze, das eben eine historisch gewachsene Bedeutung hat und heute nicht mehr als so treffend angesehen wird. Deswegen gleich die ganze Sprache neu zu erfunden, finde ich persönlich unnötig.
    Viele Wörter entsprechen heute nicht mehr ihrer ursprünglichen Bedeutung (toll, geil,…) – die benutze ich ja auch.
    Ich bin durchaus dafür, bedacht mit Sprache umzugehen, aber „gebären“ finde ich ungefähr so schön wie „Warzenvorhof“…

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  19. Das sehe ich auch so. Nur würde ich zusätzlich auch nicht sagen ‚Hebammen,….wenn diese das Kind zur Welt bringen‘. Denn das Kind bringt ja die Mutter zur Welt. Ich finde es sehr wichtig, hier auf die Wortwahl zu achten. Sprache hat eine große Macht. Wie wir etwas benennen, beeinflusst auch unser Denken. Für mich ist es ein riesen Unterschied ob ich sage ‚Ich wurde/habe entbunden‘ oder ‚ich habe mein Kind geboren‘.

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  20. oh man, die Kommentare sind ja eine Katastrophe!

    Worte und Sprache schaffen Realität, ich persönlich bevorzuge auch gebären.

    Entbindung ist sprachlich sehr passiv, die Geburt aus der Perspektive der Mutter nicht
    Ich habe mein Kind gebärt, klingt vielleicht erstmal komisch weshalb ich auch gerne, ganz klassisch, „zur Welt gebracht“ nutze.
    Ein Kind zu gebären ist sehr aktiv, anstrengend, kraftvoll und noch so vieles mehr.
    Gerade um die Geburt sollte die Mutter in den Fokus gestellt werden, eine Geburt ist ein großes Ereignis, ob positiv oder negativ, das sollte unsere Sprache Wiederspiegeln

    Ich möchte damit niemandem Worte nehmen…. sprecht gerne über Entbindung, Geburt oder was auch immer, aber mir ist es wichtig meine Erfahrung und Erlebnisse so auszudrücken wie es sich für mich richtig anfühlt, ich habe mein Kind gebärt, sehr aktiv und auch verhältnismäßig eigenständig, ich bzw mein Kind wurde nicht entbunden.

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  21. Hallo!

    Ich habe mir über diese Wortwahl noch nie so Gedanken gemacht… Tatsächlich verwende ich selber all diese Ausdrücke Situationsbezogen.

    Aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass das Wort „Ent-Bindung“ bei manchen Mamas vielleicht so eine Art „Verlustgefühl“, welches bei einer Geburt ja öfters erscheinen kann, zusätzlich noch verstärkt?

    Ich denke, man kann viele Worte unterschiedlich auslegen –
    jeder Mensch hat seine eigene Geschichte und seine eigene Gefühlswelt… und es steht deswegen niemanden zu, diese Gedanken und Gefühle zu beurteilen!
    Wenn man sich also mit bestimmten Worten nicht wohl fühlt, steht es einem doch jederzeit frei diese nicht in seinem eigenen normalen Sprachgebrauch zu verwenden, oder?!

    Allerdings die komplette Verwendung zB beim MKP oder in den öffentlich/gesundheitlichen Bereichen ändern zu wollen empfinde ich als verlorene Liebesmüh – in den Bereichen Elternschaft und Familie gibt es soviele Themen, die Bearbeitung bräuchten, da darf sich die Wortverwendung meiner Meinung nach hinten anstellen!

    Alles Liebe

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