Sprache

Eine imaginäre Zeugung im Krankenhaus

„Hauptsache Gesund“. Nö, finde ich nicht. Besser: Gesund, und schöne Geburt. Wer „Hauptsache Gesund“ sagt, könnte ja auch die Zeugung direkt ins Krankenhaus verlegen. Da ist es schließlich sicherer.

Guten Tag, Herr Müller und Frau Maier. Sie wollen also bald Eltern werden. Wie schön, dass Sie sich für unsere Klinik entschieden haben, um ihr Kind zu zeugen! Nach dem Vorgespräch haben wir ja Ihre wichtigsten Daten schonmal gesammelt. Dann gehen Sie doch jetzt erstmal in den Vorbereitungsraum. Zum Akt gehen Sie dann später in den Begattungsraum.

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Geburtsvorbereitung für Kinder: Bücher

Uns ist vermutlich allen bewusst, das Bücher vorlesen für Kinder sehr sinnvoll ist. Diverse Studien dazu gibt es diverse Studien. Ein gutes Interview ist zum Beispiel dieses hier in der Frankfurter Rundschau.

Also ist es wohl auch sinnvoll, Kindern Geschichten über die Geburt vorzulesen. Und so machte ich mich auf die Suche nach guten Kinderbüchern — altersgerecht in Sprache und Bild, informativ, im besten Fall auch ein bisschen witzig und mit dem Bezug zu älteren Geschwisterkindern.

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Stille Geburt vs Geburt in Stille — Begriffsklärung

Ich habe bisher unter dem Begriff „Stille Geburt“ die Geburt eines Kindes verstanden, das entweder bereits tot war oder im Verlauf der Geburt stirbt.

Verschiedene deutschsprachige Webseiten definieren „Stille Geburt“ als Geburt eines gestorbenen Babys, also als Totgeburt (zum Beispiel familie.de, dieser Beitrag in der ZEIT, der Hebammenblog oder dieser Beitrag in der FAZ).

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„Ich vetraue da einfach dem medizinischen Personal“

Das sagte letztens eine schwangere Bekannte zu mir: „Ich mache mir da nicht so viele Gedanken. Ich hab ein großes Vertrauen in das medizinische Personal.“ Ich habe geschwiegen. Die Antwort in meinem Kopf war: „Und warum hast du kein Vertrauen in dich selber?“

Wir sollten beides — uns vertrauen und dem medizinischen Personal.

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Wehen-Überbieten: „nur 12 Stunden!? Ich hatte 16!“

Welche frisch-gebackenen Eltern kennen das nicht… Nach der Geburt ist die Länge des Zeitraums, in dem die Frau „in den Wehen lag“ (gruselig, daran zu denken, ich müsste die ganze Zeit liegen… Beitrag hierzu folgt noch…), oft Thema für Vergleiche.

Statistisch gesehen dauert die Geburt beim ersten Kind länger als bei den folgenden. Das ist erstmal auch logisch: Wo schon mal ein Baby durchkam, ist der Körper schneller darauf vorbereitet, das auch wieder zu vollbringen.

Lange Geburtsvorgänge haben schon ihren Sinn: Der Körper kann sich langsamer dehnen, Dammrisse werden unwahrscheinlicher; es bleibt genug Zeit, sich selber und die Umgebung auf die Geburt vorzubereiten…

Trotzdem stört mich der „Überbietungswettkampf“, den manche Menschen (nicht nur Mütter, auch Väter sind davon betroffen!) hier einleiten. Der Hintergedanke ist:

Je länger die Frau Wehen hatte, bevor das Kind geboren wurde, desto mehr Respekt müssen wir ihr zollen, dass sie das durchgestanden hat.

So also die Annahme. Aber: Stimmt das!? Nicht unbedingt:

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Sternenkinder

„Die wie vielte Schwangerschaft ist das denn?“ – „die Vierte.“ – „ach, ich dachte, du hast „nur“ zwei Kinder?“ – „Ja, und ein Sternenkind.“ Pause. Stille. Unangenehme Stille.
Version 1: „Oh, das tut mir leid.“
Version 2: „Ein was?“

Die meisten Menschen lernen erst, was ein Sternenkind ist, wenn sie oder Menschen in ihrer engeren Umgebung davon „betroffen“ sind.

Wikipedia definiert Sternenkinder wie folgt:

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Isa: 4 Geburten mit starkem Willen zum Urvertrauen

Isa beschreibt ihre vier Geburten und den Weg, den sie dabei zu ihrem eigenen Urvertrauen zurücklegte. Von einer Krankenhausgeburt, die um ein Haar fürchterlich schief gegangen wäre, über eine Geburt im Krankenwagen bis hin zu zwei Hausgeburten beschreibt sie, wie sie aus jeder Geburt mehr Kraft zog — und dass jede Geburt einzigartig ist.

 

Ich durfte vier mal das Wunder der Geburt erleben. Jedesmal war es gaaaanz anders… Ich lernte mich besser kennen, vertrauen, erfuhr wie stark ich sein kann. Lernte zu vertrauen, anzunehmen, loszulassen.

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