Lea: Beckenendlagengeburt nach erfolgloser Äußerer Wendung

Heute ist der 2. Dezember. Lea erzählt von einer erfolglosen Äußeren Wendung und wie sie danach ihr Kind im Vierfüßlerstand im Krankenhaus gebar.

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Die Vorgeschichte

Diese Geschichte beginnt gewissermaßen in der 37. Woche. Ich war zur Vorsorge im örtlichen Geburtshaus und meine Tochter lag noch immer in Beckenendlage, also schlug meine Hebamme mir vor, mich doch mal wegen einer äußeren Wendung zu informieren.

Gesagt, getan. Zuhause googelte ich kurz und rief in dem mir nächsten Krankenhaus an.
Am nächsten Tag sollte ich mich zum Vorgespräch vorstellen.

Am nächsten Tag war ich also dort, wurde untersucht und man teilte mir mit, wir hätten die besten Voraussetzungen und können direkt loslegen. Ich war damit etwas überfordert, da die Wendung gewisse Risiken birgt, unter anderem kann sie die Geburt auslösen.

Außerdem passte meine Mutter auf meinen Sohn auf und ich hatte eigentlich geplant, zum Mittagessen Zuhause zu sein. Also bekam ich einen Termin zwei Tage später.

Zuhause las ich mir noch ein paar Berichte über die äußere Wendung durch, um mir etwas Mut zu machen.

Äußere Wendung

Am Freitag war ich also wieder im Krankenhaus, der Termin war um 14 Uhr, zwei bis drei Stunden sollte es dauern. Ich kam in ein Zimmer und dachte, ich könnte es mir jetzt etwas bequem machen für die Zeit, aber nichts da. Ich kam ans CTG und musste auf der linken Seite mit erhöhtem Becken liegen, was ziemlich unbequem war und irgendwann auch schmerzhaft. Das ganze dauerte letztendlich nämlich ganze vier Stunden.

Anschließend bekam ich einen Zugang gelegt, über den mir ein Wehenhemmer verabreicht wurde. Nebenwirkungen des Medikaments waren Herzrasen und Zittern und das nicht zu knapp. Lesen oder Serie-schauen waren in diesem Zustand und auch in der Position, in der ich liegen musste, nicht möglich, also hörte ich mein Hörspiel, geschlagene drei Stunden.

Dann kam endlich die Ärztin, es hatte einen Notfall gegeben. Sie kam an meine Seite und ich durfte mich endlich auf den Rücken drehen. Während ich mich noch über den Positionswechsel freute, fing sie auch schon direkt an. Keine Warnung oder Frage, ob ich so weit wäre. Was mich außerdem wunderte: Sie war allein, keine Hebamme oder Assistentin und es war auch bisher kein Ultraschall gemacht worden.

Nichtsdestotrotz drückte sie intensiv auf meinem Bauch herum, weiterhin ohne großartig mit mir zu kommunizieren. Plötzlich beendete sie das Ganze, lief zur Tür und rief nach einem Ultraschallgerät. Als nach 20 Sekunden nichts passierte, rief sie erneut, sie bräuchte es jetzt sofort.

Nicht sehr beruhigend, wenn eh schon kaum mit einem geredet wird. Dann kam das Gerät und sie schaute nach, was das Ergebnis war. Querlage. Na toll. Sie wollte aber auch nicht weitermachen, da es keinen Zweck hätte. Und weg war sie. Meine Fragen blieben unbeantwortet.

Anschließend durfte ich noch 45 am CTG verbringen und sollte am nächsten Tag zur Lagekontrolle wiederkommen.

Am nächsten Tag war ich mir sicher, dass meine Tochter sich zurück in Beckenendlage gedreht hatte und ging positiv gestimmt zum Termin, so wäre immerhin einen natürliche Geburt noch möglich, in Querlage bliebe nur der Kaiserschnitt.

Beim Ultraschall kam dann allerdings die Ernüchterung, es sei immer noch eine Schräglage und ich solle übermorgen zur Planung des Kaiserschnitts wiederkommen. Zuhause hatte ich dann einen kleinen Nervenzusammenbruch, obwohl ich die ganze Zeit versuchte, positiv zu bleiben, schließlich könnte sie sich immer noch in die eine oder andere Richtung drehen. Kaiserschnitt war für mich eine furchtbare Vorstellung und ich verfluchte alle und jeden, die zu dieser vermurksten Wendung beigetragen hatten.

Kaiserschnittplanung

Zwei Tage später musste ich also zur Kaiserschnittplanung. Wie immer gab’s erstmal ein CTG und einen Ultraschall und Überraschung: die Kleine hat sich zurückgedreht, wieder in Beckenendlage. Ich war hocherfreut, so war der Kaiserschnitt erstmal wieder vom Tisch. Der Chefarzt kam kurz dazu, untersuchte mich und stellte fest, ich hätte die besten Voraussetzungen für eine natürliche Geburt aus Beckenendlage. Er hatte eine sehr angenehme Art und machte mir wieder Hoffnung, dass doch alles gut werden könnte. Bei der Oberärztin hatte ich mich bisher nicht sehr gut aufgehoben gefühlt.

Ich bekam einen Termin für die 39. Woche, wieder zur Lagekontrolle. In der Zwischenzeit war ich nochmal bei meiner Hebamme zum Moxen, zur Akupunktur und Osteopathie und habe alles Mögliche versucht, damit mein Baby sich noch dreht. Allerdings ohne Erfolg, bei meinem Frauenarzt erfuhr ich dann auch, warum. Meine Tochter hatte sich die Nabelschnur um den Hals gewickelt, was es ihr wohl unmöglich machte, sich zu drehen.

Planung der Geburt aus Beckenendlage

Mit diesem Wissen beendete ich also sämtliche Maßnahmen und versuchte mich auf eine Geburt im Krankenhaus einzustellen. Das Geburtshaus konnte ich mir damit abschminken. Nun musste ich also wieder ins Krankenhaus zur Lagekontrolle, wieder CTG und Ultraschall und dann warten, warten, warten. Nach drei Stunden dann endlich das Gespräch mit der Ärztin, wie immer war sie gestresst und hatte keine Zeit, da es einen Zwischenfall gegeben hatte. Kurzes Gespräch und eine vaginale Untersuchung, die sehr unangenehm war, und schon wollte sie wieder los. Ich wollte aber noch kurz meinen Geburtsplan abgeben, in dem ich alles vermerkt hatte, was mir wichtig war. Unter anderem stand dort, dass ich im Vierfüßlerstand gebären möchte, da ich recherchiert hatte, dass dies für Beckenendlagen die beste Position sei. Das sah die Oberärztin allerdings anders, sie meinte, ich müsse auf dem Rücken liegen, da man ja wahrscheinlich auf meinem Bauch rumdrücken muss, um das Baby rauszubekommen.

Sie wurde mir immer unsympathischer und Zuhause angekommen überlegte ich mir, dass ich mit dieser Frau und diesen Umständen nicht entspannt gebären kann, also rief ich direkt in einem anderen Krankenhaus an, das zwar deutlich weiter weg war, aber auch um einiges größer. Ich erhoffte mir dort also etwas mehr Erfahrung und Kompetenz.

Da ich ja bereits in der 39. Woche war, durfte ich sehr zeitnah zu einem Gespräch kommen. Dort bekam ich einen Aufklärungsbogen und -gespräch, sowas hatte es im anderen Krankenhaus nicht gegeben und ich war sehr schnell überzeugt, dass ich hier besser aufgehoben sei. Auch hier ging die Ärztin meinen Geburtsplan mit mir durch und war bei allen Punkten offen und entspannt. So sei es zum Beispiel normalerweise üblich, eine PDA zu legen, man könnte jedoch auch darauf verzichten, wenn das mein Wunsch sei. Außerdem wäre es dort Standard, dass die Frauen zur Geburt im Vierfüßlerstand animiert werden.

Ich war glücklich, hier könnte ich entspannt meine Tochter zur Welt bringen.

Die Geburt

Los ging’s morgens um kurz nach 6 (ET+3), unser 2-Jähriger hatte mich geweckt und eigentlich wollte ich noch ein bisschen liegen bleiben, aber ein leichtes Ziehen im Bauch ließ mich dann doch schon aufstehen. Das hatte ich die Tage schon öfter gehabt und hab mir nichts weiter dabei gedacht. Also ging ich in die Küche und wollte mir einen Kaffee und meinem Sohn einen Obstteller machen. Dort angekommen stellte ich allerdings fest, dass mir gar nicht nach Kaffee zu mute war und das Obst blieb auch liegen, da das Ziehen im Bauch nicht weniger wurde. Ich testete kurz Mal an, ob es auf dem Pezziball besser würde, aber es wurde immer stärker.


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Um 7 war ich mir schon relativ sicher, dass es Wehen sein könnten und ich habe meinen
Mann geweckt. Zu diesem Zeitpunkt war der Abstand der Wehen schon bei knapp drei Minuten, die Intensität war aber noch ziemlich gering. Trotzdem beschlossen wir, schon mal Oma anzurufen, die allerdings nicht ans Telefon ging. Mein Mann wurde langsam nervös, da
die Wehenabstände bereits so kurz waren und die Intensität auch schnell zunahm.

30 Minuten später erreichten wir sie endlich. Ich wollte noch nicht so richtig glauben, dass diese Eile bereits nötig war, mein Mann meinte, „wir fahren direkt los, sobald Oma da ist“. Während er seine Sachen packte, versuchte ich, unseren Sohn frisch zu machen, was sich allerdings schwierig gestaltete, da ich immer wieder von Wehen unterbrochen wurde und diese bereits veratmen musste.

Als Oma um endlich ankam, sind wir direkt losgefahren, da waren die Wehen dann im Abstand von 2 Minuten und auch schon gut anstrengend.

Während der Autofahrt habe ich versucht, bei jeder Wehe mein Mantra, welches ich zuvor in einem Buch gelesen habe, im Kopf durchzugehen „ich bin weit, ich öffne mich“. Das hat mir geholfen, die 45-minütige Fahrt zu überstehen. Ich war mir jedoch immer noch sicher, dass wir zu früh losgefahren wären und dass die Wehen noch nicht Muttermundwirksam sein können.

Um 9.30 kamen wir im Krankenhaus an, wurden bereits im Kreißsaal erwartet und ich wurde direkt untersucht. Zu meiner Überraschung war der Muttermund bereits sieben Zentimeter geöffnet. Ich bekam einen Zugang und dann ging’s auch schon rüber ins Gebärzimmer. Wir wurden hauptsächlich von einer Hebammenschülerin betreut, die super lieb und aufmerksam war und witzigerweise den gleichen Nachnamen hatte wie wir.

Ich hab mich dann umgezogen und bin direkt aufs Bett in den Vierfüßlerstand beziehungswiese kniend die Lehne des Bettes umarmend. So habe ich noch ein paar Wehen veratmet, während die Hebammenschülerin mir den Steiß während jeder Wehe massierte und ruck zuck war der
Muttermund auch schon voll geöffnet und ich durfte etwas mitpressen.

Kurz darauf platzte die Fruchtblase und ich spürte eine große Erleichterung, erstmal war der Druck weg. Doch das Gefühl hielt nicht lange und ich spürte, wie unsere Kleine sich mit jeder Wehe weiter nach unten schob.

Währenddessen war das Klinikpersonal total super, alle sehr zurückhaltend und auch wenn es zwischenzeitlich ein paar mehr waren, habe ich sie nie als störend empfunden.

Zwischenzeitlich ging es wohl doch ein wenig zu langsam voran und ich habe einen ganz
leichten Wehentropf bekommen, von dem ich aber zum Glück nichts bemerkt habe.

Mittlerweile war ich auch ziemlich erschöpft, ich hatte das Gefühl, die Wehen arbeiten nicht so intensiv für mich, wie bei meiner ersten Geburt (was wohl bei Beckenendlagen normal ist). Also versuchte ich uns weiter Mut zu machen, indem ich uns in Gedanken gut zusprach: „nur noch ein bisschen, wir haben das gleich geschafft“.

Das letzte Stück war wirklich nochmal viel Arbeit, teilweise habe ich außerhalb der Wehen weiter gepresst, da ich wirklich nicht mehr konnte und es endlich hinter mich bringen wollte. Und dann war der Körper plötzlich draußen und ich wartete auf die nächste Wehe. Ich begann mir schon langsam Sorgen zu machen, denn dies ist ja die kritische Phase bei Beckenendlagen. Doch die Wehe kam, noch einmal kräftig mitpressen und um 11.41 war unsere Tochter geboren.

Kurz war es still, auch das Personal war sehr still und dann habe ich sie gehört und sie wurde mir auch direkt angereicht. Ich habe später noch nachgefragt, sie hatte die Nabelschnur tatsächlich um den Hals gehabt.

Mein Mann hat die Nabelschnur dann durchgeschnitten und direkt im Anschluss mit nur einmal kurz pressen kam schon die Plazenta, was mich tierisch gefreut hat, denn das war beim letzten Mal unangenehmer und meine Hebamme hatte gesagt, es könnte schwierig werden, wenn ich meine Tochter nicht zum stillen anlege (leider darf sie aufgrund einer Erkrankung keine Milch bekommen).

Das Personal hat sich dann ruck zuck verzogen und wir durften erstmal richtig lange kuscheln, bevor die kleine Maus vermessen wurde. Die Hebamme wollte dann noch ein Foto machen, weil es ihre erste Beckenendlagengeburt war. Ich musste minimal versorgt werden, was aber gut auszuhalten war.

Pünktlich zum Abendessen waren wir dann Zuhause und der große Bruder durfte seine kleine Schwester kennenlernen.

Alles in allem hätte es nicht besser laufen können, dafür, dass ich eigentlich ins Geburtshaus
wollte und ich bin super dankbar, dass es ohne Interventionen oder Probleme geklappt hat.

Alle Geschichten im Adventskalender 2023

An dieser Stelle werde ich alle bereits veröffentlichten Geburtsgeschichten des Adventskalenders 2023 auflisten. Aus technischen Gründen kann das ein paar Tage dauern. Du findest aber auch alle Geschichten hier.

  1. Michèle: Elisas Hausgeburt
  2. Lea: Beckenendlagengeburt nach erfolgloser Äußerer Wendung
  3. Manon: Hausgeburt von Claire
  4. Sarah: Hausgeburt von Max Benedikt
  5. Barbara: Ungewollter Kaiserschnitt
  6. Wanda: 103 Stunden Geburt
  7. Anna: Anouks Geburt im Geburtshaus mit Notfallverlegung
  8. Anne: Kaiserschnitt nach Schwangerschaftsdiabetes und erfolgloser Einleitung
  9. Martina: 2 mal Kaiserschnitt, VGA2C, Hausgeburt
  10. Bea: Aufgeben ist nicht das Ziel
  11. Gerit: Im Krankenhaus gibt’s keine Decken
  12. Verena: Persönlichkeitsentwicklung hoch Drei
  13. Julias Sternenkind: Geburt zuhause
  14. Marion: Loreley wurde tot geboren
  15. Maranda: Today my baby will be born
  16. Natalie: Hausgeburt einer Sternenguckerin
  17. Natalie: Mit Kaiserschnitt im Reinen
  18. Magdalena: Hingabe an den weiblichen Körper
  19. Sabine: versöhnliche Krankenhausgeburt nach außerklinischen Geburten
  20. Patricia: Hausgeburt im Wasser oder an Land?
  21. Stefanie: Dominik lebte nur fünf Tage
  22. Melissa: Wenn das Körpergefühl verschwindet
  23. Laura: Alleingeburt nach Kaiserschnitt
  24. Tanja: Der Kreislauf der Natur
  25. Bonus: Maria: Ungeplante Alleingeburt

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2 Gedanken zu „Lea: Beckenendlagengeburt nach erfolgloser Äußerer Wendung“

  1. Ich liebe die Art, wie du denkst, fühlst und handelst. Ich fand es auch nicht esotherisch, sondern spirituell und wichtig.

    I feel you. Es ist keine leichte Entscheidung. Genau deshalb sollte sie bewusst getroffen werden. Aus diesem Grund finde ich den Termin bei der Schwangerschaftskonfliktberatung und weitere Termin, die durchaus notwendig sein können (z.B. wenn ein pränataler Befund vorliegt) sehr wichtig. Sie sorgen dafür, dass die Frau immer sagen kann „Ich habe bewusst entschieden“. Abgesehen davon ist es ein Thema, über das wir gesellschaftlich mehr sprechen sollten. Schuld oder Scham kommen aus meiner Sicht vor allem deshalb auf, weil es ein Tabuthema ist.

    SELBSTbestimmungsrecht + eine Entscheidung aus Liebe = SELBSTliebe.
    Liebe ist nicht immer leicht und Selbstliebe ist egoistisch. Vor allem nach einem Abbruch ein Thema, an dem sich die Frau abarbeiten kann. Doch der wichtigste Mensch in unserem Leben sind wir selbst.

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  2. Ich fand den Bericht sehr anschaulich und stimmig. Ich wusste nicht, dass in Deutschland die Abtreibung nicht automatisch von der KK bezahlt wird. In der Schweiz, wo ich aufgewachsen bin, wird die Abtreibung übernommen (dafür keine Verhütungsmittel wie die Pille (nicht dass ich hormonelle Verhütung bevorzuge..)).
    Ich habe selbst drei Freundinnen (darunter zwei Schweizerinnen), die jeweils eine Abtreibung durchgemacht haben. In der Schweiz gibt es soweit ich weiss auch kein obligatorisches Gespräch vorher.
    Ich finde das sehr rückständig und kann das gut nachvollziehen, dass es entwürdigend sein kann. Ich fände ein freiwilliges Gespräch gut, für die Frauen, die sich unsicher sind und Beratung möchten.
    Ich konnte meine drei Freundinnen verstehen, die Lebenssituationen waren sehr unterschiedlich und vielleicht hätte ich an ihrer Stelle anders entschieden, aber ich war halt nicht in ihrer Situation und habe versucht in dieser anspruchsvollen Zeit für meine Freundinnen da zu sein.
    Ich finde, kein Mensch kann die Handlungen eines anderen zu 100% nachvollziehen und hat somit auch nicht das Recht über einen anderen Menschen zu urteilen.
    Danke für diesen bereichernden Bericht. Danke für die Ehrlichkeit und den Mut. Danke für die wertschätzende Haltung gegenüber der Seele, die sich auf den Weg gemacht hatte.

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