Wehe

Unsere Leistungsgrenze: Erstmals getestet bei der Geburt

In diesem Beitrag plädiere ich für ein Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des weiblichen Körpers, die die meisten von uns vor der Geburt des Kindes nie ausgetestet haben.

Dieser Beitrag soll Mut machen. Er soll aber nicht all diejenigen diskreditieren, die auf verschiedene Weise mit moderner Medizin nachgeholfen haben, ihr Kind gesund zur Welt zu bringen. Denn ob eine Frau ihre innere Stärke in eine selbstbestimmte Geburt umsetzen kann, ist von vielen Faktoren abhängig.

Letztens habe ich mal wieder etwas quergelesen, in dem sehr empfehlenswerten Buch „Die Hebammensprechstunde“ von Ingeborg Stadelmann.

Dabei fiel mir eine Argumentation von ihr auf, die ich gerne aufgreifen möchte:

Für viele Frauen ist die Geburt ihres Kindes das erste Mal in ihrem Leben, dass sie an ihre körperliche Leistungsgrenze gehen müssen.

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Dorine: Das Drehbuch perfekt umgesetzt

 

Dorine erzählt von der Geburt Ihres dritten Kindes; von einem hilfreichen Mann, innerer Gelassenheit, der hilfsbereiten Oma und einer gut-gelaunten Hebamme. Ich finde vor allem toll, dass Dorine sich nicht aus ihrer inneren Mitte hat bringen lassen, als ihr doch unbedingt ein Zugang gelegt werden sollte. Sie erzählt auch von ihrer Aroma-Meditation und von Gemütlichkeit im Wochenbett. Und sie fasst zusammen: Das Geburtsdrehbuch ist fast komplett umgesetzt worden!

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Fragen an eine Geburtsstation und ein Geburtshaus

Während der Schwangerschaft wirst du dich irgendwann für einen Geburtsort entscheiden. Vermutlich wirst du die potentiellen Orte abklappern, um dir einen ersten Eindruck zu verschaffen. Manchmal gibt es dazu offizielle Infoabende, manchmal geht man auch einfach hin und irgendjemand führt rum, wenn gerade die Zeit ist.

Im Optimalfall sind danach alle deine Fragen beantwortet. Wenn es nicht so gut läuft, kommen dir die Fragen erst im Nachhinein…

In diesem Post möchte ich deshalb potentielle Fragen sammeln, die in einem Krankenhaus oder Geburtshaus gestellt werden könnten:

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Frau Mutterherz: Oles Rüttel-Kaiserschnitt

In ihrem Blog https://einstrichphobie.wordpress.com berichtet Frau Mutterherz über ihren lange unerfüllten Kinderwunsch. Und, als es endlich klappte, über die Schwangerschaft mit Ole und auch über seine Geburt. Ihren Geburtsbericht, den ihr im Original hier findet, durfte ich auf meinem Blog ebenfalls veröffentlichen.

Ihr lest, wie Ole nicht nur bei Frau Mutterherz, sondern später auch bei der OP-Ärztin, nicht so richtig „rausflutschen“ wollte, am Ende aber alles gut lief — ein optimaler Kaiserschnitt mit sofortiger Eltern-Bindung und erfolgreichem Stillen.

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Wehen-Überbieten: „nur 12 Stunden!? Ich hatte 16!“

Welche frisch-gebackenen Eltern kennen das nicht… Nach der Geburt ist die Länge des Zeitraums, in dem die Frau „in den Wehen lag“ (gruselig, daran zu denken, ich müsste die ganze Zeit liegen… Beitrag hierzu folgt noch…), oft Thema für Vergleiche.

Statistisch gesehen dauert die Geburt beim ersten Kind länger als bei den folgenden. Das ist erstmal auch logisch: Wo schon mal ein Baby durchkam, ist der Körper schneller darauf vorbereitet, das auch wieder zu vollbringen.

Lange Geburtsvorgänge haben schon ihren Sinn: Der Körper kann sich langsamer dehnen, Dammrisse werden unwahrscheinlicher; es bleibt genug Zeit, sich selber und die Umgebung auf die Geburt vorzubereiten…

Trotzdem stört mich der „Überbietungswettkampf“, den manche Menschen (nicht nur Mütter, auch Väter sind davon betroffen!) hier einleiten. Der Hintergedanke ist:

Je länger die Frau Wehen hatte, bevor das Kind geboren wurde, desto mehr Respekt müssen wir ihr zollen, dass sie das durchgestanden hat.

So also die Annahme. Aber: Stimmt das!? Nicht unbedingt:

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Die Farbenlehre des Fruchtwassers

Fruchtwasser — ein komisches Wort. Das Wasser, in der die Frucht deines Leibes heranwächst. Dein Nachwuchs „schwimmt“ darin und genießt deshalb (bis zu einer gewissen Größe) eine hohe Bewegungsfreiheit im Mutterleib. Das Fruchtwasser bremst alle äußeren Einflüsse auf das Baby ab — Bewegungen, Stöße, Geräusche.
Indem das Baby Fruchtwasser schluckt, übt es die Schluckbewegungen für das Leben außerhalb des Mutterleibes, wenn es auf Saugen (wird übrigens ebenfalls bereits im Mutterleib trainiert: Über’s Daumen-nuckeln) und Schlucken der Milch angewiesen ist, um zu überleben.

Baby, Plazenta und Fruchtwasser sind von der Fruchtblase umschlossen, und zwar im Normalfall bis kurz vor der Geburt.

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Sabrina: 8 Geburten zu Hause — niemand entbindet mich; ich gebäre mein Baby!

Sabrina hat diese Geschichte auf Meisterin-der-Geburt.de veröffentlicht und mir erlaubt, ihre Geschichte auch hier zu teilen. Ihre Geschichte findest du auch unter https://meisterin-der-geburt.de/niemand-entbindet-mich-ich-gebaere-mein-baby-geplante-alleingeburt-beim-8-kind/. Sie beschreibt, wie sie von Hausgeburten mit Hebamme über „ungeplante“ Alleingeburten zu einer Alleingeburt kam. Und dass sie trotzdem die Arbeit der Hebammen sehr wertschätzt.

Ich bin seit 16 Jahren Mama. Mein kleinstes Zwergerl ist nun gerade 3 Monate alt. Ich habe acht Kinder zu Hause geboren, denn etwas anderes kam für mich nie in Frage. Ich glaube an die Natürlichkeit der Geburt. Und wurde darin jedes Mal aufs Neue bestätigt.

Ich habe mich entschlossen, gerade meine letzte Geburt zu erzählen, um euch Mamas da draussen zu ermutigen. Ich habe selbst immer schon gerne schöne Geburtsberichte gelesen, da ist so eine tiefe Verbundenheit und Freude. Dennoch möchte ich ein klein wenig weiter ausholen.

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Kari (in English): Free birth after three c-sections

Background: I had 3 initial cesareans: The first was breech; with my second and third I always tried for a vaginal birth after a c-section (VBAC) in the medical system, but was baited and switched and bullied both times. I knew I had to get out of the system if I wanted a different outcome. Pregnancy #4 was a redeeming and glorious birth after three c-sections, proving with support, I could do it. His waters were broken for 5 days with no labor then a lightning fast 3.5 hour labor and 1 push. I had hoped for a repeat!

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