Vater werden

Sandy: „Schatz, meine Fruchtblase ist geplatzt“

…so oder so ähnlich muss der Wortlaut gewesen sein, als wir, friedlich an einander gekuschelt, im Bett gelegen haben.Aber beginnen wir von vorne. Dazu muss man wissen, dass meine Schwangerschaft nicht unbedingt das war, das man allgemein als „Traumschwangerschaft“ bezeichnet. Im Gegenteil. Die ersten 5 Monate verbrachte ich über der Kloschüssel (in Worten: FÜNF!!). Die restlichen 4 mit Wehen, extremen Wassereinlagerungen und allgemeinen Unwohlsein.

Empathie ist keine Hautcreme

Das für mich schlimmste an meiner Schwangerschaft ist und bleibt aber die Tatsache, das mich so gut wie niemand ernst genommen hat. Am tragischsten ist es, dass sogar mein Frauenarzt mich als weinerliche Erstgebärende abgestempelt hat. Denn selbst wenn das CTG rund gelaufen ist und ich mich über Schmerzen beklagte bekam ich nur ein müdes Lächeln und seinen Standardsatz: „Das sind Übwehen, das gehört dazu. Sollte es schlimmer werden können sie ja jederzeit vorbei kommen.“

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Karita: (in English) Every contraction brings me closer to my baby

I was at home as my water broke. I did not have any contractions at that time yet (or I did not feel them) and I called the hospital. They said that there was no hurry and I could relax at home and go to the hospital within three hours.

After the three hours we drove to the hospital and as they did CTG, I could feel light contractions, so no pain yet. The midwives and the doctor explained that if the labour would not start naturally, they would need to give me antibiotics after 12 hours and after 24 hours they would need to initiate the labour and that I should go rest to the station and a nurse would show a place for me.

My husband went home to sleep and I tried to relax but slowly the contractions became stronger so that I could not lie down anymore but I had to sit and breathe as the contractions came but still it was not too painful.

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Katharina: das Osterhäschen

Nachdem meine Gyn rumposaunte, dass es wohl ein Osterhäschen wird, gingen wir Mitte April ohne Wehen und mit 2 cm offenem Muttermund nach Hause. Tat sich aber nix und am Termin am 27.04. ging es zum CTG wieder zur Gyn.

Die Nacht hatte ich ab 5 Uhr leichte Wehen, aber, naja, zum Schluss zwickt es ja eh überall mal. Das CTG zeigte auch nix wirklich an. Dennoch sagte die Gyn „Koffer schon gepackt? Könnte heute losgehen“ Jaja, wie beim letzten Mal, ne?

Naja kaum zu Hause, wurde das Zwacken mehr zu Schmerzen, die mich dann auch tief Luft holen lassen ließen. Aha. Mal die Zeitabstände aufschreiben, so hatten wir das ja im Geburtsvorbereitungskurs gelernt. Nach einer Stunde und recht regelmäßigen Abständen von 6-7 Minuten fühlte ich, dass ich doch lieber in der Nähe eines Kreißsaales sein wollte. Das war morgens noch gar nicht so.

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Selbstbestimmte Geburt in der Klinik: Geburtsgeschichte

Selbstbestimmte Geburt in der Klinik: Corinnas Geschichte

Corinna erlebte eine selbstbestimmte Geburt in der Klinik. Ihre Entbindung im Krankenhaus stand in ihrer Verantwortung und sie empfand die Unterstützung der Hebamme nicht als Eingriff – sondern vielmehr als willkommene und achtsame Hilfestellung.

Der errechnete Termin für mein erstes Kind, meinen Sohn, war der 01.04.
 
Ich war sehr aufgeregt — nicht wegen der Geburt, da hatte ich vollstes Vertrauen in meinen Körper, sondern, dass unter der Geburt meinem Kind etwas passieren könnte.
 
Ich hatte sehr gut vorgesorgt. Wollte unbedingt eine selbstbestimmte Geburt im Krankenhaus. Wollte nur eine Hebamme bei mir haben, die mich im Akutfall unterstützte, sonst aber Alles selbstständig machen lässt.
 
Die Tage nach dem errechneten ET vergingen. Ich wurde immer unruhiger, da die Ärzte eine Einleitung machen wollten, da das Fruchtwasser langsam knapp wurde. Am 12.04. sollte es soweit sein. Ich sprach mit meinem Sohn am 11.04. nachmittags und weinte. Ich bat ihn, heute zu kommen, damit wir die Einleitung nicht machen müssten. Denn mein Gefühl sagte mir, dass das gefährlich für ihn werden könnte.
 
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Hausgeburt mit Vertrauen

Eine anonyme Hausgeburt mit Hebamme

Ich habe diese Geschichte einer Hausgeburt mit Hebamme ohne Quellenangabe im Internet gefunden. Das Forum, in dem sie stand, gab mir keine Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen (komisch — dafür sind Foren doch eigentlich da?!). Ich finde die Geschichte sehr schön und teile sie. 

Falls dies DEINE Geschichte ist, bitte komm auf mich zu. Ich beanspruche keinerlei Rechte daran.

Bevor ich mit dem eigentlich Geburtsbericht beginne, wollte ich erzählen, wie es dazu gekommen ist, dass wir uns bewusst für eine Hausgeburt entschieden haben.

Hier für gab es für mich zwei wichtige Faktoren, die mir viel weitergeholfen haben und mich in meiner Entscheidung unterstützt haben. Zu einem machte ich einen Yoga-Schwangerschaft Kurs in der Hebammen-Praxis bei uns vor Ort.

Hier wurde ebenfalls viel über die Geburt gesprochen. Die Themen reichten vom Beginn der Schwangerschaft (was einem hilft) bis eben zu der Geburt selber, Geburtspositionen und der Weg vom Baby auf in die neue Welt.

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Julias Geburten: erst lang, dann kurz

Geburtsgeschichte von Alexander, am 12. Oktober 2011

Es war ein ganz normaler Morgen wie jeder andere… vorerst. Ich wachte um sieben Uhr morgens auf und ärgerte mich, dass sich wieder nichts tat. Ich war schon den vierten Tag über dem errechneten Geburtstermin, und hatte bis dato noch keine Anzeichen von Vorwehen oder ähnlichem.

Ziemlich genervt döste ich weiter und wurde dann um halb zehn wegen leichten wiederkehrenden Schmerzen im Nierenbereich munter. Ich dachte mir noch nicht viel dabei, und ging darauf ins Wohnzimmer um fern zu sehen. Die Schmerzen blieben und wurden immer regelmäßiger.

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Melanies Alleingeburt

Unser kleines bezauberndes Sternschnuppi Inaara Leilani Lilith hat am 25.12.2016 um 8:32 mit 3350g Gewicht, 51cm Länge und 34cm Kopfumfang bei uns Daheim im Geburtsbecken das Licht der Erde erblickt.

Mit vereinten Kräften durften wir in trauter Dreisamkeit und einer liebevollen, intimen, zauberhaften Atmosphäre und Kerzenschein diese einzigartige Geburtserfahrung machen.

Allen Anfang wohnt ein Zauber inne… wie alles begann…

Von Anbeginn meiner Schwangerschaft wusste und spürte ich, dass eine Geburt etwas wunderschön Natürliches und Intimes sein muss und für mich war von Anfang an klar, dass ich dieses prägende Ereignis und diesen Übergang zum Mutter Sein zu Hause in einer vertrauten Atmosphäre erleben und erfahren möchte.

Keinen einzigen Gedanken verlor ich an etwas anderes.

Ich entschied mich am Anfang meiner Schwangerschaft sehr bewusst, von Schauergeschichten Abstand zu nehmen und mich nicht vereinnahmen zu lassen, denn tief in mir spürte ich ganz klar, dass Geburt absolut natürlich und etwas wunderbar zauberhaftes sein muss. So (er)lebte ich die Zeit der Schwangerschaft im völligem Zutrauen in meine Intuition und UrKräfte und als absolut ÜBERnatürlich.

 

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Haushaltshilfe von der Krankenkasse

Dieser Beitrag ist Teil der Serie „Hilfe nach der Geburt“ 

Nach der Geburt hast du vermutlich andere Prioritäten, als dich um den Haushalt zu kümmern. Das sollte aus meiner Sicht auch so sein. Dennoch ist es fast immer so, dass der Haushalt irgendwie gemacht werden muss. Manchmal kann das der Vater machen (Link folgt), falls er Elternzeit hat. Manchmal können auch Bekannte oder andere Familienmitglieder helfen. Manchmal steht aber all das nicht zur Verfügung. Besonders fällt das ins Gewicht, wenn es noch ältere Geschwisterkinder gibt, die zu Hause weiter „leben“ — ergo Haushaltsarbeit produzieren.

Es gibt die Möglichkeit, dir vor der Krankenkasse eine Haushaltshilfe bezahlen zu lassen. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder nimmt dein*e Partner*in unbezahlten Urlaub und wird dann von der Krankenkasse als Haushaltshilfe bezahlt. Oder du engagierst eine professionelle Haushaltshilfe.

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